Generell hängt die Operationstechnik auch davon ab, ob es sich um einen "richtigen" Hengst (d.h. beide Hoden sind komplett in den Hodensack abgestiegen) oder einen sogenannten "Klopphengst" (einer oder beide Hoden in der Bauchhöhle/im LEistenkanal) handelt. Bei diesen ist die Operation wesentlich komplizierter und dann auch ein Zugang von der Flanke oder per Laparaskop nötig. Beim richtigen Hengst wird die Operation vom Hodensack aus durchgeführt. Generell ist die Operation aus chirurgischer Sicht am Pferd in Vollnarkose und Rückenlage sicherer und z.B. auch sauberer.

Die Gefahr eines Darmvorfalles ist deutlich geringer. Bei älteren Hengsten sollte sie daher generell so durchgeführt werden. Allerdings ist sie aufwendiger, muß in der Klinik durchgeführt werden und ist daher auch teurer als die Operation am stehenden, sedierten Pferd, die bei Junghengsten z.T. auch noch üblich ist.

Generell sollte jede Pferdeklinik in der Lage sein, eine "normale" Kastration eines Hengstes durchzuführen, da es sich um einen Routineeingriff handelt. Bei Klopphengsten sollte man sich vorher erkundigen.