Original von Mag.Oistric
lassen sie auch abklären ob FeLv oder ein FIP titer bei dem kätzchen vorhanden ist
Sorry, seit wann gibt es einen FIP-Titer?
Wenn, dann könnte höchstens ein Titer von Antikörpern gegen FCoV ermittelt werden, und der sagt genau nichts aus, ausser, dass das Kätzchen Kontakt mit Coronaviren hatte!
Wenn man schon auf FCoV testen will, dann wäre ja wohl ein PCR-Rest aus einer Kotprobe sehr viel sinnvoller, um Ausscheider zu erkennen.
Nichts gegen einen Leukose (FeLV)-Test, der ist sicher sinnvoll. Jedoch bei Kitten aus dem gleichen Wurf/Haushalt ist es wenig wahrscheinlich, dass eines negativ isst, wenn das andere positiv ist und umgekehrt. Ausserdem sollte dann das bereits abgeholte Katerchen auch getestet werden, sagt die Logik!
@ Utta:
Also, nach meinem Dafürhalten ist da einiges schiefgelaufen bei dem Balkon-Halter, und auch der Informationsfluss scheint nicht der beste gewesen zu sein
Das, was die Kleinen erhalten haben, wenn es wirklich Feliserin war, ist keine IMPFUNG im eigentlichen Sinn. Viele sagen dazu "Passivimpfung", denn Feliserin ist ein Präparat mit FERTIGEN Antikörpern, die dem Körper sofort zur Verfügung stehen, und ihm so eine bessere Antwort auf eine Schnupfen- oder Seuche-Infektion ermöglichen.
Allerdings macht es wenig Sinn, Feliserin zu spritzen, ohne auch ein AB zu geben, wenn schon einige Kitten so deutlich krank sind, wie Du beschrieben hast. Katzenschnupfen breitet sich schnell untereinander aus, und manchmal dauert es, bis die Symptome bei allen erscheinen, sie können aber doch schon infiziert sein.
Das Niessen und Röcheln der Katerchens ist ein deutliches Krankheitsanzeichen, wenn Du verhindern willst, dass das auf die Lunge schlägt, dann solltest Du Deinen TA aufsuchen und den Kleinen behandeln lassen!
Selber kannst Du unterstützend Engystol geben, das gibt es als Tabletten in der Apotheke. Engystol ist ein homöopathisches Komplexmittel, das grade bei Katzenschnupfen unterstützend sehr gut hilft. Aber es ist kein Ersatz für eine Untersuchung beim TA!
Nur der TA, der das Tier vor sich hat, kann entscheiden, ob eventuell eine Behandlung nur mit Engystol ausreichen kann, oder er ein AB verschreibt.
Gegen das Niessen und Röcheln kann man LOKAL auch noch vorgegangen werden mit antibiotischen Augentropfen, die man zweckentfremdet, und in die Nase eintropft. Der Mechanismus ist so:
Die Viren dringen über die Schleimhäute ein, über Nase, Augen, und Mund. Dort schädigen sie erst mal lokal die Schleimhaut, wo sie sich einnisten und vermehren, und in diese Stellen, die von den Viren vorgeschädigt sind, setzen sich schnell bakterielle Infektionen. Diese (und nur diese) kann man mit den antibiotischen Augentropfen dann natürlich lokal schneller erwischen, als mit einem AB, das erst durch den ganzen Körper transportiert werden muss, um dorthin zu gelangen.
Viren kann man nicht bekämpfen, die muss der Körper selber schaffen, man kann nur den Körper unterstützen, damit er das besser schafft.
Dann möchte ich Dir noch einen Merksatz mit auf den Weg geben, der echt allgemeingültig ist:
Vor einer Impfung IMMER schon vorher entwurmen, denn wenn der Körper mit den Würmern beschäftigt ist, kann er nicht optimal Antikörper bilden. Gut wäre ein Mittel gegen Rund-, Spul-, Haken-, UND Bandwürmer, und gut wäre es, Präparate aus ausschliesslich Pyranthel zu vermeiden. Dieser Wirkstoff ist einfach schon zu "abgegriffen", es gibt viel zu oft Resistenzen.
Und noch wichtiger als das vorherige Entwurmen ist, dass man NIE NIE NIEMALS ein krankes Tier impfen lässt. Die kleinste Augenentzündung, der kleinste Niesser, das geringste bisschen Fieber ist ein GRUND, die Impfung zu verschieben, denn sonst riskiert man böse Impfreaktionen, die im schlimmsten Fall den Tod des Tieres bedeuten können!
Verstehe mich nicht falsch - ich bin durchaus FÜR Impfungen (dort, wo sie nötig und sinnvoll sind), aber bitte mit Verstand
Übrigens - ich finde durchaus nicht, dass Kater und Kätzin besser miteinander harmonieren. Das ist auch nicht Stand der Lehre. Kater haben ein anderes Spiel- und Sozialverhalten, als Kätzinnen, und in der Regel vertragen sich gleichgeschlechtliche Paare besser, als verschiedengeschlechtliche. Es gibt Ausnahmen, ich hab selber so eine Ausnahme daheim. Aber im grossen und Ganzen kann man schon beobachten, dass Weibchen besser mit Weibchen klarkommen.
Solltet Ihr Euch dennoch für ein Kater-Kätzin-Paar entscheiden, dann vergesst bitte nicht, frühzeitig zu kastrieren, sonst geht die unfröhliche Katzenvermehrung im Frühjahr schneller weiter, als man schauen kann
Ausserdem rate ich Euch, ein wenig Zeit in die Recherche danach zu investieren, wie man die Qualität eines Futter erkennt, und welche Kriterien ein Futter gut oder schlecht abschneiden lassen. Die Kätzchen werden, wenns gut geht, 20 Jahre mir Euch teilen, da sollte man schon auf optimale Ernährung schauen.
Es gibt in den Tiefen des WWW viele viele Seiten, auf denen man sich über wirklich artgerechtes Futter informieren kann.
LG
Katzenbaby-SOS






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