Hallo!

Eine Kotuntersuchung ist gerade rechtzeitig (1-2 Monate vorher) vor der geplanten Winterruhe vorteilhaft. Der Kot soll so frisch wie möglich und ohne Sand sein, am besten in einen kleine Plastikdose u. schnell zum spezialisierten Tierarzt bringen. Falls kein Kot zu finden ist, kann der Tierarzt bei der Bartagame eine Kloakenspülung machen um an ein bischen Darminhalt zu kommen.

Gemüse kann den Kot natürlich weicher machen, Obst sollte wegen des hohen Zuckergehaltes sowieso nicht gefüttert werden. Ich gebe meinen Bartagamen gerne Kräuter von draußen, Löwenzahn, Spitz/Breitwegerich, Vogelmiere, Blüten von Löwenzähnen, Gänseblümchen, Kapuzinerkresse. Lasse diese Kräuter manchmal auch ein bischen anwelken u. füge regelmässig auch getrocknete dazu. Der Kot ist dadurch viel geformter. Gemüse füttere ich fast gar nicht, in kalten Jahreszeiten greife ich auf Romanasalat oder Endiviensalat zurück, der gehaltvoller ist als Eisberg/Blattsalat. Wichtig ist die abwechslungsreiche Fütterung, ab einem halben Jahr ca. sollte mit Insekten stark reduziert werden, ich gebe meinen höchstens alle ein bis 2 Wochen 2 Heuschrecken pro Tier. Eierschalen sind nicht so gut verdaulich, besser eignet sich Sepia-Schulp, der sollte immer zur freien Verfügung stehen.

Unter der Wärmpelampe sollte lokal eine Temperatur von ca. 45-50°C sein, damit die Echsen auf ihre Optimaltemperaturen kommen können und gut verdauen können. Kühlere Areale sind aber genauso wichtig, die Echsen suchen sich dann selbst aus, was sie brauchen.
Weißer Sand wird leider gerne aufgenommen u. kann zu Verstopfungen führen, lieber lehmartige Erde zu 2/3 u. normalen Sand (Flussand) zu 1/3 als Bodengrund verwenden.

Wichtig für das Immunsystem, Wohlbefinden u. Knochenstoffwechsel ist eine gute UV-Lampe (Osram 300 Watt, Megaray 160 Watt, Bright-Sun 70Watt/150 Watt) oder die richtige Sonne (UV-Licht wird durch Scheiben gefiltert!). Bei Leber und Nierenproblemen kann es auch zu "flüssigeren" Ausscheidungen kommen.

Zusammengefasst würde ich folgendes vorschlagen:
1. Kot untersuchen lassen, klinisch untersuchen lassen
2. Futter umstellen
3. Haltung (Lampen, Bodengrund) optimieren

Viele Grüsse
Karin Grassl