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Thema: Galle am Hinterbein

  1. #1

    Galle am Hinterbein

    Mein 8-jähriges Pferd, das ich jetzt seit fast 4 Jahren habe, hat ständig Probleme mit den Sehnen. Erst Sehnenscheidenentzündung hinten rechts, wieder o.k. Dann leichte Sehnenscheidenentzündung vorne links, wieder o.k. Dann letztes Jahr hinten links Galle, die ständig hart und groß wird, gleichzeitig vorne rechts Schaden am Fesselträgerursprung. TA meinte, hinten links ist das Ringband zu eng, also Arthroskopie. Diagnose: Ringband völlig normal, aber sehr tief sitzend, an ungewöhnlicher Stelle eine Entzündung.

    Gelenksspülungen und Cortison. Nach gutem halben Jahr war dann der Fesselträger wieder o.k und Galle hinten weg. Dann langsam Aufbautraining über 3 Monate ohne Galopp. Dabei füllte sich die Galle schon wieder leicht, aber TA meinte für das Pferd noch o.k. Nochmal 2 Monate Aufbautraining bis zur vollen Belastung. Der Fesselträger ist o.k. aber die Galle hinten links wird immer wieder total prall.

    Auch nochmaliges Punktieren und Cortisoninjektionen haben nur kurzfristig was gebracht. Er ist mit Eisen mit längeren Schenkeln beschlagen. Zähne sind gemacht. Chiropraktisch ist er auch zweimal behandelt worden. Lt. TA auch alles o.k. Jetzt fängt er auch noch mit Taktfehlern auf der linken Hand in Wendungen an, nur unterm Reiter, nicht an der Longe. Wenn ich ihn nicht stelle und biege, nicht so schlimm als wenn ich ihn "korrekt" durch Wendungen reiten will. Auch wird der dabei eiliger. Der TA meinte, wir könnten nochmal arthroskopieren, aber ich weiß nicht, ob das sinnvoll wäre.

    Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich.

  2. #2
    Tierarzt und Mitglied des Expertenteams
    Registriert seit
    29.08.2007
    Beiträge
    152

    RE: Galle am Hinterbein

    Geschätzte Unbekannte,

    Sie beschreiben das Leben eines Pferdes vom Alter einer jungen Remonte bis in den Beginn des Arbeitslebens. Sämtliche Befunde, die Sie beschreiben, deuten darauf hin, dass das Pferd das wichtigste Stadium des Aufbautrainings, nämlich den Aufbau auf Grundkondition nicht oder zu schnell durchlaufen hat und dadurch "weich" geblieben ist.

    Verscheuchen Sie alle Gelenkseinspritzer und ähnlicher Unholde und ziehen Sie einen Pferdemediziner bei, der von Reiten , Rittigkeit und Medizin etwas versteht- sind zugegebermaßen dünn gestreut.
    Vielleicht würde ein Seminar am kommenden WE für Sie von Interesse sein:

    "Veritten oder krank ?" der Reitkünstler Alfons J. Dietz (www.alfonsdietz.at) und ich - Heilkünstler - referieren im Pas de deux in 4643 Pettenbach (OÖ).
    Beste Grüße
    Dr.Kaun
    www.pferd.co.at.

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