Machtkämpfe unter Bulldoggen
Hallo Ihr,
Ich habe 2 Hunde beides sind Bulldoggen.
Kasi (Franz.Bulldogge 4Jahre) habe ich seit 3 1/2 Jahren und Spencer (Old English Bulldog 2Jahre) habe ich seit knapp 1 1/2Jahren, beide sind nicht kastriert.
Mein Problem ist nun das in letzter zeit die Machtkämpfe immer schlimmer werden, dabei fängt Spencer nicht einmal an obwohl er der größere ist. Kasi lässt sich von keinem Hund (egal welche größe und welches gewicht) unterwerfen und will (anscheind) immer alles im griff haben. Im großen und ganzen bezieht sich das ganze nur auf´s Fressen.
Beide hunde Fressen in verschiedenen räumen die aber nicht durch Türen getrennt sind. Meist ist die situation so das kasi abwartet bis Spencer etwas fressen will und dann Rennt er wie eine "Wildsau" los und es kommt zum Kampf. Bis jetzt sind es nur kleinere Blessuren aber ich habe halt angst das es mal Schlimmer wird schließlich hat der große schon ziemliche Kraft.
Was kann ich nur tun? Langsam bin ich wirklich Ratlos...
Vielen dank für eure Hilfe.
Liebe Grüße
die Verzweifelte :-(
RE: Machtkämpfe unter Bulldoggen
Hallo Du,
also wenn es vorwiegend beim Fressen auftritt, dann trenne sie per Türe.
Wie reagiert denn Spencer auf die Machtansprüche? Unterwirft er sich? Wenn ja, dann solltest Du erst Kasi das Fressen hinstellen, dann mit Spencer in den anderen Raum gehen und ihm das Fressen hinstellen und die Tür schließen.
Vielleicht hilft es wenn Du ihn als Alphatier (Boss) anerkennst (nur in Behandlung zu Spencer), ihm aber klare Befehle gibst. Wie gehorcht denn Kasi sonst?
Meine Mutter ist mit Bulldoggen aufgewachsen weil ihre Eltern diese gezüchtet haben. Die Hündin konnte ihre eigene Tochter nicht leiden und als sie mal zufällig aufeinander trafen haben sie sich total ineinander verbissen. Meine Mutter und ihre Schwester haben beide jeweils in die andere Richtung gezerrt und schafften es irgendwie die beiden zu trennen. Dabei waren sie nicht älter als 10! Was da hätte passieren können! Teilweise gingen sie sogar auf das eigene Spiegelbild los.
Die Menschen haben die Bulldoggen so gefährlich gezüchtet und schade finde ich, dass es unbedingt 2 Rüden sein mussten. Dadurch wird es brisanter. Wichtig ist bei dieser Rasse, dass sie sich nicht witer in Streitereien verwickeln, weil es dann sehr schnell escaliert. Also alles tun um den Frieden her zu stellen.
Ich beneide Dich echt nicht, aber ich würde mir auch diese Rasse nicht aussuchen.
RE: Machtkämpfe unter Bulldoggen
Hallo Mad Kitty,
find ich gut dass Du die Rangordnung herstellen möchtest: Du, dann Kasi und dann Spencer.
Klar dass Kasi mit der Vorgeschichte gelernt hat alle anderen Hunde vom Futternapf zu vertreiben. Das hat sich sehr stark eingeprägt. Prägephase im Welpenalter. Wenn Du das mit dem Füttern in den Griff bekommst, hast Du schon viel gewonnen! Beim Füttern sind viele Hunderassen nicht unproblematisch.
Habe nicht gesagt dass diese Rasse generell agressiv ist, aber sie ist gefährlich wenn es solche Streitereien gibt, denn sie sind gezüchtet nicht aufzuhören und sich weniger zu unterwerfen. Je mehr sie gereizt werden um so schneller sind sie zum Kampf bereit. Du schreibst ja selber dass sie sich ungern unterwerfen. Bei ihnen wirkt oft auch Ablenkung und Belohnung wesentlich besser.
Wünsche Dir viel Erfolg!
RE: Machtkämpfe unter Bulldoggen
Hallo Helga,
was verstehst Du unter: die Verteidigung von Ressourchen?
Das ganze Dominanzgeschwafel find ich schon wichtig zu beachten ab 2 Hunden. Zumal die Bulldoggen keine Schoßhündchen sind. Habe selber bei meinen Freunden erlebt wie die zu tun hatten mit 2 gleichaltrigen Rüden (Bernern Sennenhunden).
Bei Hunden herrscht nunmal eine Rangordnung die geklärt sein muss - und an der Spitze muss der Hundehalter stehen. Eine Gleichbehandlung die wir Menschen so sehr anstreben stifftet bei diesen Tieren eher Verwirrung.
RE: Machtkämpfe unter Bulldoggen
Zitat:
Original von Hella Rüter
Hallo Helga,
was verstehst Du unter: die Verteidigung von Ressourchen?
Das ganze Dominanzgeschwafel find ich schon wichtig zu beachten ab 2 Hunden. Zumal die Bulldoggen keine Schoßhündchen sind. Habe selber bei meinen Freunden erlebt wie die zu tun hatten mit 2 gleichaltrigen Rüden (Bernern Sennenhunden).
Bei Hunden herrscht nunmal eine Rangordnung die geklärt sein muss - und an der Spitze muss der Hundehalter stehen. Eine Gleichbehandlung die wir Menschen so sehr anstreben stifftet bei diesen Tieren eher Verwirrung.
Futter ist für den Hund eine Ressource... sorry, hatte mich vertippt!
Genau so, wie Aufmerksamkeit vom Besitzer, Spiel mit Besitzer, Schlafplatz usw. Und genau dieses verteidigt ein Hund.
In dem Fall hier handelt es sich um zwei Hunde, die sich gut verstehen und im Alltag keine Probleme miteinander haben. Es geht hier nur um Futterneid. Es gibt Hunde, die futterneidiger sind, als andere, das ist nun mal Fakt und mad-kitty hat eben davon zwei in ihrem Haushalt leben, wovon einer eben auch aus der Junghundzeit einen Schaden davongetragen hat. Darauf muß man m.E. eingehen und das berücksichtigen, damit er keinen Anlaß hat, sein Futter verteidigen zu müssen und deshalb empfehle ich eine strikt getrennte Fütterung OHNE Sichtkontakt zueinander, also Tür zu und aus die Maus. Fressen tut ein Hund vielleicht insgesamt 10 Minuten pro Tag und die Hunde wären nur in dieser Zeit getrennt. Wo liegt da bitte ein Problem bzw. ein Rangordnungsproblem.
Daß Hunde untereinander, wenn sie zusammen leben, eine Rangordnung ausbilden, das streite ich nicht ab. Jedoch wird der Mensch dabei nicht wirklich eine Rolle spielen. Der Mensch ist eben Mensch und kein Hund.
Ich - also der Mensch - bin in dem Fall nicht der Rudelführer nach Dominanztheorie. Ich muß wissen, welcher Hund den höheren Rang hat und demgemäß handeln. Auch wenn ich es wollte, daß der andere Hund höher im Rang ist als der, der es tatsächlich ist, dann züchte ich mir Probleme heran. Von einer Gleichbehandlung habe ich nicht gesprochen, sondern davon, daß ein Hund ein Problem mit Futterneid hat.
Warum man sich zwei gleichaltrige Rüden nimmt, verstehe ich sowieso nicht, aber ich muß ja nicht alles verstehen. 8)