Hallo
Mein 2 1/2jähriger orientalischer Kater Fidelio leidet seit langem an Gingivitis/Stomatitis. Die Ursache ist (gemäss Biopsie) der Calicivirus. Fidelio hat ausserdem Herpes, der jedoch nur im Mund auftritt (diesen haben wir soweit im Griff mit L-Lysin-Pulver sobald ein neuer Herpes kommt). Er ist FiV und FelV negativ getestet. Er wurde anfangs schulmedizinisch mit AB und Cortison behandelt, jedoch nur kurze Zeit, da durch das Cortison der Herpes begünstigt wurde und ich nicht ständig nur Symptombekämpfung machen wollte, die mit der Zeit zu viele Nebenwirkungen hat.
Deshalb wurde er seit letztem Sommer durch einen sehr guten Tierarzt, welcher nur mit Homöopathie arbeitet behandelt. Er wurde dazu bei mir Zuhause gut beobachtet, wir haben über seinen Charakter, seine Eigenarten usw. gesprochen und anschliessend bekam er ein Konstitutionsmittel welches dann in immer höheren Potenzen verabreicht wurde. Dadurch wurde das Zahnfleisch, seine Lebensfreude und sein ganzer Körper besser und gesünder. Ganz waren die Zahnfleischentzündungen nie weg, aber es war kein Vergleich mehr mit der Zeit vorher.
Jetzt wurde plötzlich alles wieder sehr schlimm. Das Zahnfleisch ist dunkelrot, er schreit bei fressen grösserer Brocken und er hat starke Schmerzen. So wurde nun mit dem TA beschlossen, dass die Zähne nochmals kontrolliert werden. Es stellte sich heraus, dass er eindeutige Symptome für FORL hat. Es scheinen fast alle Zahnwurzeln schon angegriffen zu sein. Soviel ich weiss, bleibt da nur die Entfernung der Zähne, es gibt keine andere Wahl, da ja die Zahnnerven mit der Zeit freigelegt werden. Er bekommt jetzt ein AB (Amoxicat 40) als Vorbereitung zur Zahnextraktion, welche am nächsten Mittwoch gemacht wird.
Nun habe ich dazu auch Fragen an das Experten-Team hier:
Ist es in Ordnung, wenn alle Zähne während einer OP gezogen werden (wir hoffen, wenigstens die 4 Reisszähne retten zu können), oder halten sie es für besser, wenn die Zähne in 2 OPs (oder etappenweise) gezogen werden? Ist die Strapaze sonst sehr gross für das kleine dünne Katerchen?
Einerseits denke ich, dass dadurch nur eine Narkose gemacht werden muss, abgesehen von einer Nachkontrolle zum Röntgen. Der erfahrene Kleintierchirurg, der die OP machen wird, hat auch ein speziell gutes Röntgengerät für die Zähne.
Jetzt höre ich zum Teil von Katzenbesitzern, dass nach so einer OP ihre Katze sehr blutend und sehr lädiert und noch lange leidend waren. Das sie besonders die erste Nacht weinend neben der Katze verbracht hätten, so schlimm wäre sie dran gewesen.
Nun mache ich mir natürlich viele Gedanken, ob ich alles richtig vorbereitet und abgeklärt habe wegen der OP. Dass sie sein muss, das ist mir klar.
Können Sie mir Tipps geben, wie ich Fidelio die Zeit danach gut helfen kann? Wie soll ich die Wunden kühlen? Darf ich es überhaupt? Was ist, wenn er weiterblutet zuhause? (Der TA sollte dann erreichbar sein). Welches Futter eignet sich am anfang? Wäre es gut, wenn ich dieses Instant Convalesence Pulver von RC besorge und es mit Wasser mische und ihn läppeln lasse? Wie kann ich ihn danach wieder maximal aufbauen, da er jetzt schon seit etwa 2 Wochen ständig abnimmt und immer dünner wird? Natürlich verdünne ich jetzt sein Futter und schaue, dass er möglichst seine Zähne nicht benutzen muss wegen der Schmerzen. Meine anderen Katzen fressen auch Frischfleischbrocken um die Zähne sauber und gesund zu erhalten. Das ist bei ihm nicht mehr möglich.
Wie sind Ihre Erfahrungen bei solchen OPs?
Und eben, soll ich es nicht besser in Etappen machen lassen?
Wenn alles gut geht und ich möchte ja positiv denken, werde ich ihn wohl wieder durch den Homöopathen-Tierarzt neu checken und dann wieder mit einem Konstitutionsmittel behandeln lassen. Sein Immunsystem ist durch den Calicivirus ja immer noch gestört (oder umgekehrt...) Halten Sie dies für richtig?
Es interessiert mich auch, was der TA-Homöopath aus diesem Forum für Erfahrungen mit der Behandlung von Calicivirus (Gingivitis/Stomatitis)-Katzen gemacht hat. Oder soll ich diese Frage besser ins Forum für Homöopathie schreiben?
Ich danke Ihnen, dass sie diesen langen Bericht lesen und mir und vor allem meinem Katerchen helfen können mit Tipps für die Zeit vor und nach der OP?
Liebe Grüsse
Astra
