Soll zur Bärenjagd geblasen werden?
In Tirol ist der Bär ist los!
Laut Medien soll der Bär mit "den Namen" Bruno, der zum ersten Mal an der Grenze zu Südtirol gesichtet wurde, sieben Schafe gerissen, einen Hühnerstall überfallen und dort mehrere Tiere verletzt haben.
Ein Grund für den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber den Bären zum Abschuss frei zu geben.
Wie denkt ihr darüber? Soll man den Bären abschießen Ja oder Nein?
RE: Soll zur Bärenjagd geblasen werden?
Ich denke, dass die Behörde wiedermal übereifrig ist und sich der Bär auch nicht in zivile Umgebung begeben wird. Genau deswegen soll er auch nicht abgeschossen werden.
Bär soll ins Umerziehungslager
...hab folgende News gefunden:
In Freiheit könne der Bär, der in Bayern und Österreich gesucht wird, nicht leben, heißt es. Es gibt laut Tierschützern nur eine Chance: Er muss umerzogen werden.
Der Braunbär «JJ1», der in Bayern und Österreich herumstreunt, soll gefangen und umerzogen werden. Die Naturschutzorganisation WWF plane, den Bären mit einer Falle zu fangen. Danach soll er vorübergehend in ein Gehege bei München ziehen, sagte Susanne Grof, Sprecherin des WWF.
Wenn der Bär eingefangen ist, könne man darüber nachdenken, wie man das Tier umerziehen und an einem anderen Ort wieder aussetzen könne. Im Moment könne der Bär wegen seinen Verhaltens nicht in Freiheit leben.
«Bär ist uns immer einen Schritt voraus»
Den Bären zu fangen, sei allerdings sehr schwierig. «Der Bär ist uns immer einen Schritt voraus», sagte Jens Laas vom WWF in Wien. Vor allem die Angewohnheit des Bären, immer weiter zu ziehen, stelle die Naturschützer vor ein Problem.
Das Umherstreunen habe der Bär von seiner Mutter gelernt. Auch die Bärin «Jurka» kehrte nie wieder an einen Ort zurück, an dem sie ein Tier gerissen hatte. Wie ihre beiden Söhne «JJ1» und «JJ2» war sie aufgefallen, weil sie keine Scheu vor Menschen zeigte.
«Nicht gelernt, dass Menschen unangenehm werden können»
Ein Versuch, den Bären umzuerziehen, schlug fehl. Im Frühjahr hatten Jäger ihn auf einem Streifzug in Norditalien gefangen und «ordentlich Stress ausgesetzt», sagte Laas. Allerdings habe das den Bären nur in seinem Verhalten bestärkt, herumzustreunen. «Er hat nicht gelernt, dass Menschen ihm unangenehm werden können. Er hat nur gelernt, weiter zu ziehen», so Laas.
Je länger der Bär unterwegs ist, desto gefährlicher sei er für die Menschen. Denn er gewöhnt sich daran, in der Nähe von Dörfern sein Futter zu suchen. Würde ihm ein Bauer den Weg aus einem Stall versperren, könnte der Bär aggressiv werden.
«JJ1» sei allerdings eine Ausnahme. Kein normaler Bär verhalte sich so, erklärte Susanne Grof. (nz)
------------------------------------------------
RE: Bär soll ins Umerziehungslager
Hunde sollen Bär "JJ1" aufspüren
Fangversuche mit Röhrenfallen erfolglos
München - Der Braunbär "JJ1" im österreichisch-bayerischen Grenzgebiet soll von finnischen Experten mit Bärenhunden aufgespürt und eingefangen werden. Das hat Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) am Donnerstag in München angekündigt. Nachdem Fangversuche mit einer Röhrenfalle keinen Erfolg gehabt hätten, müsse das Vorgehen umgestellt werden. Bei einem Team von finnischen Bärenexperten, die mit einem Betäubungsgewehr arbeiten, sei bereits ein Konzept angefordert worden, sagte Schnappauf in München.
Ein Bären-Workshop in München habe am Mittwoch die Auffassung der bayerischen Behörden bestätigt, wonach es sich um einen Problembären handele. Denn nach neuen Auskünften aus Italien, dem Herkunftsland von "JJ1", sei das Tier auch dort rund 20mal in Ställe und menschliche Siedlungen eingedrungen. Das mache den Bären wegen eines möglichen unkalkulierbaren Zusammentreffens mit einem Schaf- oder Hühnerhalter gefährlich, bekräftigte Schnappauf. "Das Tier muß deshalb aus der freien Wildbahn heraus." Bayern bleibe bei seiner Doppelstrategie des Einfangens oder als Ultima ratio auch des Abschusses.
Die inzwischen rund zwei Dutzend Fangversuche mit der Röhrenfalle hätten keinen Erfolg gehabt, weil der Bär nie an einen Platz zurückkehre, wo er ein anderes Tier gerissen habe. Normalerweise kehrten Bären an diese Orte zurück und würden dann weiter von der gerissenen Beute fressen. Wegen des ungewöhnlichen Wandertriebs von "JJ1" scheide auch ein Fangversuch mit Schlingen aus. "Die Experten empfehlen deshalb, zu einem aktiven Aufspüren des Bären überzugehen." Er sei im Gespräch mit dem zuständigen Tiroler Landesrat Anton Steixner, um möglichst eine gemeinsame Vorgehensweise zu vereinbaren, sagte Schnappauf. dpa
RE: Bär soll ins Umerziehungslager
ich hoffe vom ganzen herzen das der bär nicht gefangen wird. Wird er mal gefangen dann bleibt er dies auch, da bin ich mir sicher!
Wie soll denn eine Umerziehung funktionieren? Kann mir das überhaupt nicht vorstellen? ?(
Wünsche ihm auf seiner flucht weiterhin viel Glück!
RE: Bär soll ins Umerziehungslager
Sehr geehrte Tatjana,
der Bär würde in einem Gehege immer wieder Stressresktionen durch Menschen ausgesetzt werden, dass er z.B. menschl. Geruch immer mit etwas Negativen (Lärm, Angst etc.) in Verbindung bringen würde.
Der Erfolg dieser Methoden ist jedoch fraglich und hängt immer vom zu behandelnden Individuum ab, wobei ich persönlich glaube, dass dieser Bär schwer durch menschliche Maßnahmen negativ zu beeinflussen wäre, da er sich schon sehr an urbane Lebensräume gewöhnt hat.
RE: Bär soll ins Umerziehungslager
Ich schließe mich Tatjana an. Hoffe, auch daß der Bär nicht gefangen wird!
Was ich nicht versteh ist, warum setzt man überhaupt Jäger auf den Bären an um ihn zu erschießen? Warum narkotisiert man den Bären nicht und siedelt ihn anschließend einfach um? msiedelungsmöglichkeiten wirds doch genügend geben,oder?
RE: Bär soll ins Umerziehungslager
Finnische Hunde jagen den Bären
Auf den Braunbären "Bruno" kommen unruhige Tage zu. Speziell ausgebildete finnische Hunde sollen vom heutigen Montag an dem im österreichisch-deutschen Grenzgebiet herum streunenden Tier "JJ1" auf den Pelz rücken.
Helsinki/Wien/München - "Man benützt Hunde. Der Hund findet die Spur des Bären, folgt ihm nach und bellt, wenn er ihn gestellt hat." Wenn Christian Krogell die Bärenjagd beschreibt, klingt sie so simpel, als gelte sie einem Fasan. "Entweder stehen dann Jäger an den Plätzen, die der Bär vermutlich passieren wird. Oder einer schleicht sich heran und bekommt das Tier vor die Büchse. Und dann schießt er ihn eben."
Krogell, selbst passionierter Jäger, ist Chef der Abteilung für Raubtierverwaltung im finnischen Agrarministerium. Die Finnen jedoch, die nun im Auftrag der bayerischen Landesregierung den Grenzstreuner "JJ1" alias Bruno aufspüren sollen, sind nicht von ihm entsandt. "Das ist ein privates Arrangement, damit haben wir nichts zu tun", wehrt er ab. Doch ihm ist klar, warum man auf finnische Expertise zurückgreift, wenn der Bayern-Bär seinen Verfolgern Schnippchen um Schippchen schlägt. "Erfahrung", sagt Krogell. In Finnland ist die Bärenjagd nichts Außergewöhnliches, an die hundert Tiere werden pro Jahr erlegt, sei es, weil sie Rinder schlugen oder menschlichen Behausungen zu nahe kamen, sei es, um den Bestand von rund tausend Tieren zu regulieren.
Ehe Finnland 1995 der EU beitrat, war der Braunbär ein "jagdbares Tier" wie Elch oder Reh. Nun ist er gemäß den EU-Regeln streng geschützt und darf nur unter besonderen Auflagen abgeschossen werden. Die Behörden vergeben dafür die Lizenzen, und jeder, der Jagdschein und ein passendes Gewehr hat und eine Schießprüfung für die Bärenjagd ablegte, kann sich darum bemühen. Dass bei 250 000 Jägern nur wenige zum Zug kommen, versteht sich von selbst.
Geeignete Jagdhunde gibt es mehrere, besonders beliebt ist der schwarz-weiße, einen halben Meter hohe Karelische Bärenhund, auf finnisch "Karjalankarhukoira" genannt. Der als mutig, zäh, aber auch eigenwillig bezeichnete Hund, der schon so manches Herrchen vor Bärenangriffen beschützt haben soll, wird in Finnland seit 1936 gezüchtet. Meist wird er, mangels anderer Beute, für die Elchjagd benützt.
Finnen leben mit Meister Petz
Die Finnen sind den Umgang mit Bären gewohnt, sagt Krogell, viele der Raubtiere streifen im finnisch-russischen Grenzland durch die Wälder, was weder zu Nervosität der Lokalbevölkerung noch zu Schlagzeilen in der Presse führt. Nur wenn die Bären zu großes Interesse für Bauernhöfe oder Gärten zeigen, werden die Behörden alarmiert.
Meist aber ist der Bär menschenscheu und hält guten Abstand zu allen Behausungen. Aggressiv wird er nur, wenn er sich bedroht fühlt oder seine Jungen schützen muss. Vor acht Jahren wurde ein Mann in Ostfinnland von einer Bärin getötet, weil er beim Joggen zwischen sie und ihr Junges geriet. Das war der einzige Todesfall seit hundert Jahren.
Quelle: fr-aktuell.de
"JJ 1" von Hund gestellt - und getürmt
Bärenjagd: Munteres Katz-und-Maus-Spiel in Bayern. So nah waren sie ihm noch nie auf den Pelz gerückt. Nur noch 600 Meter waren die Jäger entfernt.
Zum ersten Mal ist Braunbär "JJ 1" von einem der finnischen Elchhunde gestellt worden - konnte aber in der Dunkelheit wieder entwischen. In den oberbayerischen Bergen bei Bad Tölz war der Bär in der Nacht zum Freitag eingekreist worden. Als die Suche im Morgengrauen weitergehen sollte, war "Bruno", wie der Bär inzwischen in Bayern und Österreich genannt wird, schon wieder verschwunden. Die Jäger fanden auf dem Brauneck im Gemeindegebiet von Lenggries nur Reste eines frisch gerissenen Schafes.
Zuvor war der hungrige Bär an einer Skihütte vorbeigekommen und hatte den dort wohnenden Pächtern einen gehörigen Schrecken eingejagt.
"Der Bär hält uns auf Trab", faßte Manfred Wölfl vom bayerischen Umweltministerium am Freitag in Lenggries die verzweifelte Suche nach dem seit vier Wochen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunenden "Problembären" aus Norditalien zusammen. Nachdem "JJ1"am späten Mittwochabend am Sylvensteinspeicher von einem Auto gestreift worden war, hatte sich seine Spur verloren. Am Donnerstag abend tauchte er jedoch an einer Hütte am Brauneck auf. Ursula Singhammer (67) von der Skihütte des sogenannten Bayerhanges war von den Pächtern einer gegenüberliegenden Hütte angerufen worden, daß "Bruno" unterwegs zu ihr sei. "Als ich hinausging, stand der Bär auf der Terrasse", schilderte die Liftbetreiberin. "Ich bellte wie ein Hund, um das Tier zu vertreiben." Doch "Bruno" schlenderte seelenruhig auf eine Hütte zu und trat dort auf ihren Mann, einem Jäger. Er vertrieb "JJ 1" lautstark, der sich Richtung Gipfel davonmachte. Wenig später tauchte der Bär bei der nahegelegenen Bayerhütte auf. Wirt Helmuth Guba setzte sich mit seinem Schwiegersohn ins Auto und verfolgte den gemächlich neben dem Wagen einhertrabenden Bären eine Weile, allerdings ohne ihn zu filmen oder zu fotografieren.
Das sofort alarmierte Team der finnischen Bärenfänger mit den fünf Elchhunden war eine Stunde später an Ort und Stelle. Der von der Leine gelassene Hund Peni habe kurz nach Mitternacht durch Bellen signalisiert, daß er den Bären gestellt habe, schilderte Wölfl den vermeintlichen Erfolg. Die Fänger und ein mit einem Narkosegewehr ausgerüsteter Tierarzt waren zu dem Zeitpunkt aber noch 600 Meter vom "Fundort" entfernt. Es wurde beschlossen, die Suche erst bei Tagesanbruch wieder aufzunehmen. Die Bärenfänger fanden aber nur noch Elchhund Peni und nicht weit von ihm entfernt die Überreste eines frisch gerissenen Schafes. Ein weiterer Hund trug bei einer möglichen Begegnung mit dem Bären eine blutige Schnauze davon.
Umweltsprecher Wölfl: "Der Plan, ,JJ 1' mit Hilfe der Elchhunde zu fangen, steht vor dem Scheitern. Wir müssen überlegen, wie weiter vorzugehen ist." Nach wie vor sei aber beabsichtigt, den Bären mit einem Schuß aus einem Narkosegewehr außer Gefecht zu setzen und ihn dann in ein Gehege in Poing bei München oder wieder zurück in seine "Heimat" im Trentino zu bringen.
Quelle: dpa, ap
RE: "JJ 1" von Hund gestellt - und getürmt
Ich bin dafür,dass der Bär endlich aus dem Verkehr gezogen wird. So schwierig kann das doch gar nicht sein. Zur Not soll er einfach geschossen werden, wenn man ihm mit dem Narkosegewehr nicht nah genug kommt!!!!
Früher war der Braunbär ja auch ein jagdbares Tier wie Hirsche oder Rehe. Und gerade bei einem Problembären wird so ein tamtam gemacht. Füchse mit oder oft sogar ohne Tollwut werden ja auch einfach geschossen.
Nun ist er gemäß den EU-Regeln streng geschützt und darf nur unter besonderen Auflagen abgeschossen werden. ICh denke dass die Auflagen erfüllt sind,also weg mit ihm.
RE: "JJ 1" von Hund gestellt - und getürmt
[quote]Original von JJmußgehen
Ich bin dafür,dass der Bär endlich aus dem Verkehr gezogen wird. So schwierig kann das doch gar nicht sein. Zur Not soll er einfach geschossen werden, wenn man ihm mit dem Narkosegewehr nicht nah genug kommt!!!!
Früher war der Braunbär ja auch ein jagdbares Tier wie Hirsche oder Rehe. Und gerade bei einem Problembären wird so ein tamtam gemacht. Füchse mit oder oft sogar ohne Tollwut werden ja auch einfach geschossen.
quote]
den bären aus dem verkehr zu ziehen, ist OK. In zu erschießen NICHT. NEVER EVER!!!! X(
den braunbär als jagdbares Tier zu bezeichnen, halte ich für echt kopflos. wir sollten froh sein, dass es sie überhaupt noch gibt.
RE: "JJ 1" von Hund gestellt - und getürmt
Bruno» wieder in Österreich
Zotteliges Tier soll unter großem Lärm durch einen Ort gerannt sein
München/Schwaz/dpa. Braunbär «Bruno» ist wieder in Österreich gesichtet worden. In der Nacht zum Mittwoch sei das zottelige Schwergewicht unter großem Lärm durch einen Ortsteil von Maurach am Achensee gerannt, teilte ein Sprecher der Tiroler Landesregierung mit. Ein Anwohner habe «Bruno» deutlich gesehen, da dieser den Lichtmelder des Hauses aktiviert habe.
Nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums brach das finnische Bärenfangteam mit sechs Elchhunden noch in der Nacht auf, um die Spur zu prüfen. Die Hunde hätten jedoch an der Stelle keine Fährte aufnehmen können. Nun hofft das Team auf eine neue Spur an einem geplünderten Hühnerstall östlich des österreischischen Rofangebirges. Den Vorschlag eines Tiertrainers, den erst zwei Jahre alten «Bruno» mit einer Bärin zu locken, lehnte das Ministerium als ungeeignet ab. Der Bär sei noch nicht geschlechtsreif.
Die fünf Finnen und der Tierarzt aus Wien, der Bruno mit einem Narkosegewehr betäuben will, jagen dem zweijährigen Bären aus dem italienischen Trentino seit eineinhalb Wochen hinterher. Ihr Vertrag läuft noch bis zum Wochenende. Nach Angaben von Ministeriumssprecher Roland Eichhorn erschwerte unter anderem das hochalpine Gelände die Verfolgung. Die Hunde hätten teils in 50 Grad steilem gerölligem Gebiet die Spur des Bären gesucht. Der Bär mit dem offiziellen Namen «JJ1» habe sich erneut als «sehr gelängegängig» erwiesen. Ein Schneefeld, für das ein Wanderer zweieinhalb Stunden brauche, habe der Bär, von seinen Verfolgern per Fernrohr beobachtet, in einer halben Stunde überquert.
Die Umweltstiftung WWF wertete die Einwanderung von «Bruno» als Beweis für den Erfolg der Umwelt- und Artenschützer. Auch die Zuwanderung von Wölfen und Luchsen zeige, dass große Raubtiere bei verbesserten Lebensbedingungen hier zu Lande wieder eine Chance hätten, sagte Peter Prokosch, Geschäftsführer von WWF Deutschland, in Frankfurt. «Bruno» werde sicher nicht der einzige Braunbär in der Region bleiben. «Wir werden noch einige Überraschungen erleben.» Deutschland könne ein Beispiel dafür geben, dass ein harmonisches Zusammenleben auch in einem hoch besiedelten Land möglich sei. Allerdings müsse die Bevölkerung gut vorbereitet werden.
Quelle:
Trauerstätte für Bär Bruno
Der Abschussort von Braunbär Bruno in den bayerischen Alpen wird zur Gedenkstätte. Unbekannte haben dort, wo das aus Norditalien stammende Tier vor eineinhalb Wochen getötet wurde, zwei Kreuze aufgestellt.
Auch Blumen und ein Teddy-Bär wurden niedergelegt. In der Nachbargemeinde Schliersee wurden indessen Ortstafeln beschmiert und Rache für den Tod des Bären geschworen, wie der «Münchner Merkur» berichtete.
«Bruno der Bär 2006» steht auf einem der mit Trauerflor verzierten Kreuze, auf dem anderen mit dem Gekreuzigten darauf nur Bruno.
Der Bayrischzeller Bürgermeister Helmut Limbrunner hat keine Einwände, dass der im Gemeindegebiet gelegene Abschussort des Jungbären zum Wallfahrtsort von Tierfreunden wird.
Er werde den Grundstücksbesitzer nicht bitten, die Kreuze zu entfernen, sagte der Rathauschef der Zeitung. Ihm sei wichtiger, dass endlich die Beschimpfungen in E-Mails und am Telefon aufhören, mit denen sich der Ort seit der Tötung von Bruno konfrontiert sieht.
Absagen von Touristen
Die beliebten Feriengemeinden Bayrischzell und Schliersee müssen auch zehn Tage nach dem Tod des Bären Stornierungen von Touristen hinnehmen. Inzwischen gehen die Absagen in die Dutzende.
Bruno war im Morgengrauen des 26. Juni nahe einer Alm auf der Rotwand mit mindestens zwei Schüssen niedergestreckt worden. Das Landratsamt Miesbach hatte auf Weisung des bayerischen Umweltministeriums ein Team jagderprobter Weidmänner auf den Bären angesetzt.
Zuvor war der Versuch gescheitert, das von Behörden als «Problembär» eingestufte Tier zu betäuben. Italien verlangt inzwischen die «Rückgabe» des toten Bären. Umweltminister Werner Schnappauf will Bruno dagegen ausgestopft in einem Münchner Museum ausstellen. (jep/sda)