Erfahrungswerte mit "Kampfhunden"
Hallo.
Ich bin selbst Besitzerin eines 15 Monate alten American Pit Bull Terriers.
Mein Hund ist von anfang an mit unseren 2 Katzen aufgewachsen und an Kinder gewöhnt worden. Es gab bisher keinerlei Probleme.
Auch nicht mit anderen Hunden. (Anm.: Er ist unkastriert.) Sind auch in der Hundschule um ihn zu sozalisieren und uns (Menschen!) zu trainieren.
Zwar kann man unseren Hund nicht unbedingt zu jedem anderen Rüden lassen (Dominanz), aber das Risiko muss ich als Besitzerin versuchen selber einzuschätzen, um etwaigen Problemen von vorne herein aus dem Weg gehen zu können.
Gassi gegangen wird nur mit Leine (nie ohne). Beißkorb wird mitgenommen, aber normalerweise nicht oft genützt.
Ich bin der Auffassung, dass solange nicht jeder andere Hund einen Maulkorb um hat, meiner auch nicht ständig mit dem Ding rumrennen muss. Er soll sich ja schließlich verteidigen dürfen, sollte ein "Streuner" (meine hier einen Hund der nicht an der Leine ist) daher kommen. Außerdem ging bisher kein Aggressionspotenzial von ihm aus.
Leute die gewisse Rassen anprangern sollten sich mal genauer mit diesen beschäftigen (Charaktereigenschafte, etc.) . In Amerika werden "solche" Rassen zu genüge gehalten. Es ist bekannt dass Pits, etc. verschmuste, treue, gütige Hunde sind.
Ausnahmen gibt es,... ja. Das wird auch keiner abstreiten. Doch man sollte hinterfragen warum, mancher Hund austickt! Es liegt an der Erziehung - am Menschen. Da ist es gleich ob Maltester, Dackel, Schäfer, etc. Jeder Hund kann in den falschen Händen zur tickenden Bombe werden.
Mit "Kampfhunden" hatte ich also bisher nicht zu "kämpfen", sehr wohl aber mit den ignoranten Vorurteilen mancher MitbürgerInnen.
Bsp.: Tierarztbesuch - Sitzen mit Chester (unserem Pit) im Wartezimmer und werden von einer hysterischen Frau angestiegen, warum unser Hund keinen Beißkorb um hat. Hallo? (Anm.: Ihr Retriever hatte auch keinen!)
Ihr blödsinniger Kommentar dazu: "Für so eine Rasse braucht man einen Beißkorb" :rolleyes:
Na da mussten sich mein Freund und ich aber zusammen reißen.
Es gab in diesem Moment nämlich nur eine Person (wohl gemerkt keinen Hund) die einen Maulkorb gebraucht hätte. Naja...
In meinem Bekanntenkreis gibt es einige der sogenannten "Kampfhunderassen" (Pit, Staff, Dogo,...), und auch hier gab es noch nie Schwierigkeiten.
Hingegen wurde erst kürzlich der Onkel meines Freundes von einem West Highland Terrier gebissen (so ähnlich wie die Rasse aus der Cesar Werbung). Man darf also nicht von vorne herein eine Rasse verteufeln.
Ich schließe mich daher meinen VorrednerInnen an.
Ich wäre dafür, dass ein "Hundführerschein" eingeführt wird > für alle Rassen!
lg Sabrina