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Alten Hund noch impfen?
Hallo,
ich plage mich schon länger mit der Entscheidung ob ich meinen 10 jährigen Labrador Kastrat noch impfen lassen soll oder nicht? Ich habe nun schon öfters gelesen, dass die Belastung für den alten Hund schlechter ist als der Nutzen. Wenn doch impfen, welche Impfungen sind zu empfehlen?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
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Da die Belastbarkeit des Immunsystems im Alter auch bei unseren Haustieren nachlässt ist die regelmässige Impfung besonders wichtig!
Schaden kann eine Impfung mit Sicherheit keinen anrichten - auch wenn uns das die militante Impfgegnerschaft einzureden versucht - und welche Impfungen notwendig sind hängt davon ab, wie lange die letzte her ist.
mfg Dr. Bernd Vogel
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Da bin ich nicht so ganz Ihrer Meinung lieber Herr Dr. Vogel, ich kenne einige Hunde mit Impfschäden. Ich bin keine Impfgegnerin, sondern bezeichne mich als Impfkritikerin.
Grundsätzlich sind Impfungen gegen Tollwut, Staupe, Parvovirose und Hepatitis gut und wichtig. Allerdings sollte man dem Hund mittlerweile (seit 2007) dreijährig zugelassene Impfstoffe geben lassen und auch die Gültigkeit entsprechend eintragen lassen. Steht eh immer alles im Beipacktext. Wenn ein Impfstoff keine dreijährige Zulassung hat, dann würde ich den nicht geben lassen.
Alle anderen Impfungen, als die von mir angesprochenen sind m.E. mehr als flüssig, nämlich überflüssig und schaden teilweise mehr, als sie Nutzen bringen.... Borreliose z.B. Auch würde ich niemals Mehrfach- oder Kombiimpfungen geben lassen, sondern Tollwut gesondert von SHP.
Jetzt wäre es interessant zu wissen, welche Impfungen mit welchem Impfstoff der Hund der TE bekommen hat, dann wären klare Antworten für mich möglich.
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Sg. Frau Helga,
als "Impfungsspezialistin" sollten sie schon wissen, dass es da noch die Leptospirose gibt, und die gehört als bakterielle Infektionskrankheit unbedingt jährlich aufgefrischt.
Und ob alle anderen angesprochenen Impfungen bei einem alten Hund auch tatsächlich 3 Jahre lang einen belastbaren Impfschutz aufrechthalten können könnte nur eine regelmässige Titeruntersuchung beweisen, egal wie lange die "Gültigkeit" im Impfpass eingetragen ist...
mfg Dr. Bernd Vogel
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Borreliose habe ich nur als Beispiel angeführt lieber Hr. Dr. Vogel, in die gleiche Riege fällt für mich die Babesiose-Impfung (da ist eine gute Zeckenprophylaxe viel zielführender).
Leptospirose schützt nur gegen einen Erreger, der bei uns eher selten bis gar nicht vorkommt, es gibt da aber dutzendweise verschiedene Leptospiren und wirken tut eine Lepto-Imfpung 3-6 Monate.
Und über eine Titerbestimmung sind wir uns einig :)
Ältere Hunde wurden zumeist jährlich geimpft gegen alles Mögliche und wir wissen aus div. Studien, dass die Impfstoffe einen genügend hohen Titer und somit Abwehr bringen bis zu 7 (ich wiederhole: bis zu sieben) Jahren. Wenn der Hund also jährlich geimpft und somit zugedröhnt wurde, sehe ich keine Notwendigkeit einer Folgeimpfung.
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Unsere Tierärztin hat unseren alten Hund nicht mehr geimpft. Sie wollte ihn damit nicht mehr belasten und ich bin heute froh darüber. Er ist dann auch ohne weitere Impfungen 16 1/2 Jahre alt geworden, nachdem er 5 Jahre nicht mehr geimpft wurde. Wir mußten ihn aufgrund einer schweren Herzerkrankung dann über die Regenbogenbrücke geleiten.
Unsere 3jährige Hündin hat jetzt einen Impfschaden und trotzt einer fragwürdigen Borrelioseschutzimpfung eine Borreliose. Ich laße sie nun, nachdem ich Studien aus Amerika, Neuseeland, Kanada und England gelesen habe, nicht mehr impfen. Sie ist grundimmunisiert und das ist für mindestens (so lange dauerten die Studien) 8 Jahre ausreichend.
Hinzu kommt, das mir ein Tierarzt im Urlaub erklärte, daß er seine 2 Hunde nicht impft, da die Grundimmunisierung vollkommen ausreichend ist und etwaige Infektionen heute gut therapierbar sind.
Selbst Leptospirose ist mit einem Antibiotikum behandelbar.
MfG
Gesche
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Es gibt unter Wissenschaftern den Ausspruch "glaube nur einer Studie, die du selbst gefälscht hast" - in diesem Sinne sollte man auch die Impfstudien kritisch betrachten, sie sollten ja auch unter genormten Verhältnissen gemacht werden und sind leider nicht immer mit der Alltagsrealität zu vergleichen!
Natürlich ist die richtige Grundimmunisierung wichtig und das Immunsystem hat ein sogenanntes Gedächtnis, d.h. dass Infektionserreger auch rascher erkannt werden und der Körper auf sie reagieren kann. Allerdings sollte man bedenken, dass im Falle einer Infektion schon von Vorteil ist, wenn bereits Antikörper im Blut vorhanden sind und sofort beginnen, sich mit dem Erreger auseinanderzusetzen, bevor er sich im Tier zu vermehren beginnt - und das kann nur bei einem ausreichenden Titer funktionieren und den hat das Tier nur, wenn die Impfung regelmässig, über das Intervall kann man diskutieren, aufgefrischt wird. Und speziell alte Hunde, bei denen das Immunsystem eben nicht mehr so ganz fit ist, können dann doch Infektionen bekommen, mit denen sie dann nicht mehr so leicht fertig werden. An z.B. einer Parvovirusinfektion sterben gerade immunschwache Hunde auch heute noch, so leicht wie der Kollege das hinstellt ist da die Therapie nicht!
Ich versuche meinen Tierhaltern das bildlich so zu erklären, dass sie bei einem Einbruch natürlich die Polizei rasch holen können, wenn sie die Telefonnummer haben (= Immungedächtnis nach Grundimmunisierung ohne Auffrischungsimpfungen), wenn die Polizisten aber bereits vor dem Einbruch in ihrer Wohnung sitzen (= regelmässig aufgefrischte Impfung mit hohem Impftiter) werden die Räuber gefasst, bevor sie Schaden angerichtet haben. Klingt vielleicht etwas infantil, beschreibt die Situation aber sehr treffend!
Ihre Bedenken die Borellioseimpfung wegen der Wirksamkeit und die Babesioseimpfung bezüglich Verträglichkeit betreffend sind durchaus berechtigt und werden auch von vielen Spezialisten geteilt, unsere guten alten Hundeseuchenimpfungen sollte man aber bitte nicht verteufeln, auch alte Hunde haben es nicht verdient, an einer Staupe zu erkranken oder an Katzenseuche sterben zu müssen...
So, jetzt habe ich mich doch noch einmal hinreissen lassen, mich zu diesem leidigen Thema zu äussern, ich hoffe, es war das letzte Mal...
mfg Dr. Bernd Vogel
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das sollte jeder so handhaben wir er meint das es richtig ist. Ich persönlich halte es für ein Sparen am falschen Ende.
Meine Bekannte hat sich auch an das -hier so hochgepriesene Buch- gehalten und ihre Katzen NICHT mehr impfen lassen. Und nun heult sie Rotz und Wasser. Nach Aussage der TiHo wären ihre Katzen noch am leben, hätten sie die Impfungen weiter bekommen. Und nein, sie war dort keine Kundin, sondern bei einer anderen TA Praxis. Also hätte die Klinik absolut nichts von den Impfungen gehabt.
Ich persönlich lasse meine Maus impfen denn ich hab nicht vor dann auch mal heulend vor ihrem Grab zu stehen weil ich unbedingt sparen wollten.
Zu der Borreliose: Ein Biss der Zecke reicht um das zu übertragen. Und weder die Impfungen noch die Spot ons verhindern den Biss. Die Zecke darf erst garnicht an das Tier drankommen um zubeissen zu können.
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@ Herr Dr. Vogel, ganz herzlichen Dank, daß Sie sich nochmal haben hinreissen lassen ! ;) Okay, sie haben im Prinzip sicher (vielleicht) recht, aber wenn man nach der letzten routinemäßigen Impfung eine dreijährige Hündin hat, die sonst "unkaputtbar" herumgetobt hat und dann plötzlich nicht mehr belastbar ist und deren Laborwerte sich unerklärlich im pathologischen Bereich befinden, obwohl sie vorher normal waren, kommt man doch ins grübeln. Hinzu kommt, daß sich nach dieser letzten Impfung ein "Knubbel" entwickelte, der langsam größer und entzündlich wurde und der dann weiträumig ausgeräumt werden mußte (die Narbe ist ca 15 cm lang). Der pathologische Befund ergab zum Glück kein Impfsarkom sondern "nur" eine "entzündliche Reaktion......". Es gibt noch weitere Probleme, aber ich möchte mich möglichst kurz fassen und auf den Befund eines Cardiologen warten, bei dem ich demnächst auch einen Termin habe.
@ Kiara, Du hast ja so recht damit, daß die Zecke garnicht erst an das Tier drankommen darf um "anzudocken". Aber wir wohnen, wie Du ja auch, leidergottseidank nicht in einer Straßenschlucht, sondern
bewegen uns viel in freier Natur und da ist es unvermeidlich, auf diese Biester zu treffen.
NEIN - mir geht es absolut nicht ums sparen !!!! Ganz im Gegenteil, wir laufen bei jeder winzigsten Veränderung zum Tierarzt und fahren nächste Woche ca. 200 km zu einem renommierten Cardiologen, weil wir uns einfach verpflichtet fühlen, alles für unsere Maus zu tun. Dafür wird eben der Urlaub gestrichen. Die Gesundheit unserer Kleinen ist uns wichtiger.
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@gesche: du weißt was ich von dem ganzen Giftzeugs halte und auch was ich tue, damit Kiara von den Zecken und Co verschont bleibt. Bei uns ist es nach wie vor so, das andere Hunde die mit Kiara hier toben und spielen voll sitzen mit Zecken, nur Kiara hat keine. Das bestätigt meine Annahme das der Anhänger goldrichtig für sie ist.
Nicht alle die ihre Tiere nicht mehr impfen lassen wollen damit sparen. Aber zu 90% ist es nunmal so. Da wird gegen das Impfen gewettert was das Zeug hält aber der Hund / Katze bekommt spot ons gegen Ungeziefer. Und da ist das Gift viel schlimmer.
Und ganz ehrlich- wenn ich meinem TA so wenig vertraue was das Impfen angeht, dann sollte ich mir einen anderen TA suchen zu dem ich Vertrauen hab. Denn hab ich Vertrauen kann ich mit meinem TA darüber sprechen und bekomme auch eine entsprechende Antwort. Denn nicht alle TÄ sind hinter dem Geld der Patienten her. Gibt auch Exemplare die sich Gedanken um die Tiere machen. Und wenn ich in garkeinen TA Vertrauen haben kann, sollte ich mir ein Stofftier anschaffen. Das braucht keinen TA.