Auge tropft/rinnt bei vierjährigen Wallach
Sehr geehrtes Experten-Team,
bei meinem vierjährigen Wallach ist mir im Sommer aufgefallen, dass sein Auge tropft. Beim Schließen des Auges konnte ich manchmal sehen, wie ein Tropfen raus kam.
Ich habe meinen Tierarzt diesbezüglich gefragt. Im Auge konnte er nichts erkennen. Er hat mich dann nur gefragt, ob es auch eitert Da es dies aber nicht tut, hat er gemeint, dass ich täglich mit lauwarmen Wasser das Auge reinigen soll.
Er meinte auch, dass es sich im Winter sicher verbessert.
Viel besser ist es aber nicht geworden, das Auge rinnt weiterhin.
Gibt es Tropfen oder einen Tee den ich anwenden kann?
Vielen herzlichen Dank!
Liebe Grüße,
Sabrina
RE: Auge tropft/rinnt bei vierjährigen Wallach
Mit Augenproblemen ist nicht zu spassen > Sie sollten die Sache von einem Spezialisten abklären lassen.
Als Hausmittel, mit denen Sie nichts falsch machen können, gelten
> Augentrost-Tee
> Euphrasia Augentropfen.
Univ.lektor Mag. Dr. Reinhard Kaun
FTA für Pferde
FTA für Physiotherapie & Rehabilitationsmedizin
www.pferd.co.at
Untersuchung des Tierarztes
Hallo Sabrina,
mich würde interessieren, was genau den der Tierarzt untersucht hat am Auge.
Mit einem Fluoreszein-Test (Farbtest) könnte er untersucht haben, ob die Hornhaut evtl. verletzt ist, bzw. der Tränen-Nasen-Kanal verstopft ist. Hat er den Augenhintergrund mit einem Augenspiegel (Ophthalmoskop) untersucht - aufgrund welcher Diagnose setzt der TA eine Behandlung mit "Tee" zugrunde.
Mein Pferd ist auf dem linken Auge halbblind, und daß weil ein TA zum einen das Auge, daß tränte nicht ernst genommen hat und erst Tage später zur Untersuchung kam, und zum anderen Cortisonsalben ohne vorherigen Farbtest verordnet hat, sodaß aus einer kleinen Hornhautverletzung ein Hornhautgeschwür entstand, welches dann operiert werden mußte.
Diese eigene Erfahrung und einige Erlebnisse von Pferdebesitzern in der Umgebung haben bei mir persönlich den Eindruck entstehen lassen, daß gerade Augengeschichten bei TÄ nicht für wichtig genommen werden (sofern nicht gerade offensichtlich ein Ast im Auge steckt). Viel zu oft wird nur flüchtig untersucht oder die Angelegenheit bagatelisiert (dies allerdings auch viel zu oft von den Besitzern, nicht nur von TA).
Ich möchte hierbei ganz deutlich darauf hinweisen, daß ich nicht alle Tiermediziner in einen Topf werfe - jeder macht wohl eigene Erfahrungen - meine waren nicht positiv und vor allem Folgenreich für mein Pferd in erster Linie, meine Nerven und meinen Geldbeutel.
Wenn Sie ein ungutes Gefühl haben, so lassen Sie das Pferd lieber noch einmal von einem weiteren TA untersuchen.
Liebe Grüße
zuckerschnute
RE: Untersuchung des Tierarztes
Hallo Zuckerschnute,
zuerst einmal vielen Dank für deine Meinung und deinen Erfahrungen.
Das du mit deinem Pferd so eine schlechte Erfahrung machen musstest, tut mir sehr leid.
Wie war es bei dir? Hat nur das linke Auge geronnen? Was für Tests hast du machen lassen, dass du weißt, dass er halb blind ist?
Also ich hatte vor 3 Wochen einen Tierarzt im Stall, leider musste ich an diesem Tag arbeiten und die Reitstallbesitzerin war bei der Untersuchung dabei. Was für Tests der Tierarzt gemacht hat weiß ich nicht - die Aussage war, dass das Auge gesund ist und er vermutet, dass der Tränen-Nasen-Kanal verstopft ist. Er hat dann zwei Mal eine Spülung gemacht. Verordnet hat er mir zwei Augensabeln "Tobratex" weiß ich noch auswendig, bei der zweiten Salbe müsste ich nachsehen.
Jetzt nach 3 Wochen ist es viell. ein bisschen besser, habe aber trotzdem kein gutes Gefühl.
Lg,
Sabrina