Hunde bissen Zehnjährige zu Tode
Nach Hunde-Angriffen auf Kinder in Frankreich plant die Regierung schärfere Gesetze. Bestimmte Rassen sollen etwa verboten werden.
Ein zehnjähriges Mädchen ist am Wochenende von zwei Hunden zu Tode gebissen worden. Das Kind habe in der Ortschaft Auteuil mit den Tieren im Hof gespielt, als die Mutter plötzlich Schreie gehört habe, teilte die Polizei am Samstag mit. Für ein Eingreifen sei es jedoch zu spät gewesen, das Mädchen sei seinen Verletzungen erlegen. Die Hunde, nach Angaben der Polizei zwei Doggen, gehörten demnach dem Lebensgefährten der Mutter. Warum die als ruhig geltenden Tiere das Kind angriffen, war zunächst unklar.
Schärfere Maßnahmen
In Frankreich wird nach mehreren tödlichen Zwischenfällen intensiv über schärfere Maßnahmen gegen potenziell gefährliche Hunde debattiert. Erst am Freitag war eine 20-jährige Frau im Departement Seine-Saint-Denis von zwei Rottweilern lebensgefährlich am Schädel verletzt worden. Innenministerin Michele Alliot-Marie hatte die regionalen Behörden bereits Ende August zu entschlossenem Handeln aufgefordert, nachdem ein 18 Monate altes Kleinkind in Epernay von einem American Staffordshire Terrier - dieser gilt vom Gesetz her als Kampfhund - getötet worden war.
Training für die Besitzer
Alliot-Marie hatte damals erwogen, bestimmte Rassen zu verbieten. Ihre aktuellen Vorschläge gehen nun weiter: Sie fordert ein Training für Besitzer gefährlicher Hunde. Außerdem sollen die Halter ein Zertifikat des Tierarztes vorlegen, wenn sie ihre Vierbeiner bei der Gemeinde anmelden. Ein weiterer Punkt sei eine bessere Kontrolle der Einfuhr von Tieren, so die Innenministerin.
Bei Tierschützern stößt ein Kampfhunde-Verbot auf Kritik: Nicht die Hunde, sondern die Halter seien das Problem, heißt es. Und auch die Kategorisierung sei schwierig: Die Deutschen Doggen von Auteuil, so argumentieren die Tierfreunde, seien von den aktuellen Vorschlägen nicht betroffen. Getötet hätten sie aber trotzdem.
Artikel vom 24.09.2007, 14:52 | APA/AFP | big
RE: Hunde bissen Zehnjährige zu Tode
Leider kommen immer wieder Menschen durch aggressive Hunde zu Schaden. Ebenso leider wird in den meisten Kommentaren übersehen, dass nicht die "KAmpfhunde" das Problem darstellen, sondern jeder Hund einmal zubeissen kann. BEsonders gefährdet sind natürlich Kinder, da deren Körper noch verhältnismäßig klein sind und unter anderem das Gesicht oft in Augenhöhe des Hundes liegt.
GRundsätzlich ist der Tierbesitzer für das Tier verantwortlich, also jener, der den Hund an der Leine führt (oder eben auch nicht). Es hilft wohl wenig, alleine die Hunde verantwortlich zu machen, wenn auch eine AUslede in der Zucht (oder kontrollierten Vermehrung) helfen würde. Was vielfach übersehen wird: nicht die Pit-Bulls, Staffordshire-Terrier, Doggen und Fila Brasileiros beißen am häufigsten und effektvollsten zu sondern die vielfach so beliebtn Deutschen Schäferhunde und deren Mischlinge verursachen die PEaks in den Statistiken.
Dr. Fischer