Tierärztliches Versagen!?
Sehr geehrtes Veterinärrechts Team,
Ich musste letzte Woche mein Haustier einschläfern lassen da der Tierarzt leider nichts mehr machen konnte.
Ich war 3 tage vor dem Tod meines Tieres beim Tierarzt da es ihm nicht gut ging ich bemerkte auch eine Wasseransammlung im Bauch meines Tieres.
Der Tierarzt stellte jedoch nur einen etwas schwachen Puls fest und ansonsten nichts.
Da die Wasseransammlung 3 tage später deutlich mehr wurde führ ich sofort wieder zu meinem Tierarzt und dieser meinte da kann ich nichts mehr machen da gesamt zustand schon sehr schlecht war.
Nun frage ich mich wenn ich durch eine Obduktion belegen kann das mein Tier einen Herzschaden hatte und der Tierarzt das beim 1 Besuch bei ihm eigentlich durch das abhören bemerken hätte müssen was kann ich in diesem fall machen?
Vielen Dank für die Antworten!
RE: Tierärztliches Versagen!?
Der Tierarzt schuldet in der Regel nicht den Erfolg, sehr wohl aber die kunstgerechte Bemühung: dazu zählt natürlich auch eine gründliche Untersuchung. Nicht alle klinischen Veränderungen - die später der Pathologe feststellt - sind durch den "normalen" Untersuchungsgang feststellbar - häufig sind zusätzlich Untersuchungen (Labor, EKG, Ultraschall) nötig, die aber manchmal von den Besitzern aus Kostengründen abgelehnt werden.
Mein Rat an Sie: suchen Sie den Tierarzt auf und besprechen Sie mit ihm in ruhiger Atmosphäre Ihr Anliegen und bitten Sie um Aufklärung.
Ist dies geschehen, können Sie auch den Tod Ihres Tieres besser verarbeiten.
Univ.Lektor VR Mag. Dr. Reinhard Kaun
Gerichtssachverständigenbüro
VET & HIPPO - Consulting