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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zecken- und damit Borrelioseprophylaxe



soraf
29.08.2010, 15:38
Wir haben noch keinen Hund, hätten aber sehr einen, sind aber auch in Sorge, uns somit eine Borreliose, insbesondere eine Neuro~ bzw. persistierende Borrelioseerkrankung einzufangen. In unserem Dunstkreis kennen wir mehrere Fälle von kleinem Kind bis hin zum Rentner mit allen Verlaufsformen, eben auch mit dem chronischen Verlauf, Durchschlagung der Blut-Hirn-Schranke und einem negativen Ergebnis wiederholter antibiotischer Behandlung.
Gehen wir Recht in der Annahme, dass man es nicht schafft, zu 100 % dafür Sorge zu tragen, dass über den Hund Zecken ins Haus getragen werden? D.h., wenn ich den Hund nach jedem Aufenthalt draußen absuchen würde, das Fell ausstreichen würde, könnte man nicht mit Sicherheit davon ausgehen, alle Zecken "erwischt" zu haben? Und eine noch nicht festgesogene könnte sich auch unser Kind als Wirt aussuchen?

Wenn ich die Ergebnisse meiner Online-Recherche richtig interpretiere, ist auch keines der Anti-Zeckenmittel in seiner Wirkung absolut zuverlässig, oder?

Sind Hundebesitzer in der Folge häufiger erkrankt, als Nicht-Hundebesitzer?

Für unseren Hund würde ich die Imfpungmöglichkeit nutzen.
Vielen Dank für Ihre Antwort!

bobal
25.09.2010, 01:03
Hallo Soraf,

Zecken die an einem Hund sitzen, sitzen da so lange, bis sie entweder vom Hundebesitzer entfernt werden (was man als verantwortungsbewußter Hundebesitzer ohnehin macht) oder bis sie mit Blut vollgesogen vom Hund abfallen. Vollgesogen suchen sie sich keinen neuen Wirt.

Ich habe seit mehr als 30 Jahren Hunde und habe bis heute noch nie eine Zecke durch meine Hunde bekommen. Als Kind hatte ich wiederholt Zecken, da wir im Gras, im Wald etc. gespielt haben, damals hatte ich leider noch keine Hunde.

Es mag sein, dass Hundebesitzer häufiger Zecken haben, aber das nicht durch den Hund, sondern weil man mit seinem Hund häufiger Gassi geht (auch im Wald oder auf Hundewiesen) und man sich in der Regel falsch bekleidet selbst Zecken einfängt. Das betrifft gleichermaßen Nicht-Hundebesitzer, die häufiger spazieren gehen.

Abgesehen davon, nicht jede Zecke ist Träger von Borrelien und man kann eine Borrelieninfektion behandeln. Das Charakteristikum in der Frühphase der Erkrankung ist das sog. Erythema migrans. Hierbei handelt es sich um eine Hautrötung, die um die Einstichstelle der Zecke herum auftritt und die sich weiter ausbreitet, wobei das Zentrum abblasst. Stellt man ein solches Erythem an sich fest, geht man zum Arzt, der einen entsprechend mit Antibiotika versorgt.

Zu guter Letzt, die von dir angesprochenen Enzephalomyelitiden ("Durchschlagung der Blut-Hirn-Schranke ") sind ausgesprochen selten.
;) ;)Und wenn es jemanden trifft, dann denjenigen, der Angst davor hat. ;) ;)

LG

bobal