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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trimmen



Calimero
02.11.2008, 17:40
Unser kleiner Welsh Terrier Aaron wurde bereits 3mal getrimmt. Das erste Mal war es das Babytrimmen, das zweite Mal im Juli und das dritte Mal jetzt im Oktober. Aaron ist jetzt 9 Monate alt und er wird von einer Expertin in Sachen Hundepflege getrimmt.
Nun ist es aber so, dass er die letzten beiden Male nach dem Trimmen Hautprobleme bekam, bzw. an etlichen Stellen richtig nackt war.

Wir waren danach bei unserer Tierärztin, die ist richtiggehend erschrocken!
Jetzt, nach 1 1/2 Wochen ist das Fell schon wieder etwas nachgewachsen, aber am Anfang hat er schlimm ausgesehen. Kahle oder verkrustete Stellen, richtig "zerrupft" war er.
Nun meine Frage, da die Trimmerin im Hundesalon meinte, wenn man öfter trimmen würde, könnte man ein besseres und schöneres Fell hervorbringen (öfter ist in dem Fall alle 6 - 8 Wochen)...

wie oft soll man denn Trimmen? Wie erkennt man, dass das Fell "reif" fürs Trimmen ist? Ich kann ja nicht die Haarwurzeln untersuchen, ob die jetzt schon tot sind oder nicht, ich hab kein Mikroskop zu Hause...

Viele Grüße aus Linz

Brigitte mit Aaron

bobal
06.11.2008, 20:13
Hallo Brigitte,

ich habe meine Hunde einmal in einem sog. Hundesalon von angebl. Erfahrenen trimmen lassen. Abgesehen davon, daß ich die Vorgehensweise als ziemlich brutal empfunden habe, haben meine Hunde das Theater keineswegs genossen. Sie hatten - ähnlich wie Dein Hund - Krusten und haarlose Stellen. Ich habe mir daraufhin ein gutes Trimmesser besorgt und gehe damit - weitaus vorsichtiger als gesehen - daran und trimme sie selbst.
Und auch ich bekomme die abgestorbene Unterwolle befriedigend weg. Ich trimme meine Mäuse ca. 3 mal im Jahr.

LG

bobal

Calimero
07.11.2008, 13:23
Ich möchte schon selbst Trimmen, Kurse gibt es ja.
Ich hab nur einige Probleme...keinen Trimmtisch mit Galgen und - wie bekommt man den kleinen Racker ruhig?
Ich schaff es ja fast nicht, ihn zu frisieren, die Bürste wird attackiert, die mag er überhaupt nicht! Mit Leckerli kann ich gerade einmal den Rücken kämmen und eventuell noch die Schnauze, dann ist es aus und er hüpft wie ein Gummiball herum.

bobal
07.11.2008, 15:15
Hallo Brigitte,

verwundern tut mich die Abneigung Deines Hundes gegen das Trimmen nicht, er hat ja auch nur schlechte, noch dazu schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Ich habe mich anfangs zu meinen Mäusen auf den Fußboden gesetzt, inzwischen stehen sie auf meinem ganz normalen Esszimmertisch. Den Tisch decke ich mit einer rutschfesten Gummimatte ab, so bekomt der Tisch weder Kratzspuren und die Hunde fühlen sich nicht unsicher auf einem rutschigen Tisch.

Etwas anderes ist es sicher mit einem jungen Wirbelwindwelpen. Was mir anfangs gut geholfen hat um meinen Rüden ruhiger zu bekommen und ihm mehr Vertrauen in mein Tun zu geben, war Tellington Touch. Damit konnte er sich entspannen und so habe ich ihn schrittweise an Trimmmesser und auch Haarschneidemaschine gewöhnt.

Inzwischen ist es so, daß mein Junge von ganz allein auf den Tisch spring, wenn er alle Utensilien sieht.

LG

bobal

Melida
10.11.2008, 13:28
Hallo!
Wenn du deinen Hund per Hand/Finger trimmst, dann kannst du leicht jeden Tag ein bisschen das alte Haar auszupfen und der Hund gewöhnt sich auch besser dran, besonders wenn er dann was Leckeres bekommt.
DAs mit öfter Trimmen und schöneres gleichmäßges Fell hervorbringen, dass stimmt schon. Hätte man aber schon früher damit anfangen sollen.
Hautausschlag kann auch von nicht gereinigtem/desinfiziertem Trimmmesser kommen.

Da du wahrscheinlich nicht auf Ausstellungen gehst ist das Selbertrimmen sicher eine gute Möglichkeit für dich und deinen Hund.

Schau mal ins Netz viell. findest du auch Anleitung dazu.
Getrimmt wird in deinem Fall nur das Haar das sich leicht löst.
Ansonsten regelmäßig kämmen.

Vielleicht hilft dir ja auch der Züchter dabei oder kann dir zeigen wie es geht.

Calimero
10.11.2008, 19:17
Zunächst einmal vielen Dank für die guten Ratschläge!
Ja, ich meine auch, dass das Selbsttrimmen sicher gut wäre. Ich glaube, ich habe den Fehler gemacht, nicht regelmäßig jeden Tag Aarons Fell zu bearbeiten, auch jetzt hab ich noch den Zirkus, wenn er gebürstet werden soll. Da ein Fell auszupfen, das erscheint mir fast unmöglich.

Ich arbeite jetzt mit Leckerli und Bürste, so kann ich ihn wenigstens ein bißchen kämmen. Ich hab gehört, Welsh Terrier lassen sich nicht gerne bürsten, die sind da heikel.
Gestern habe ich mit der Zuchtwartin für Welsh Terrier telefoniert, sie meinte, im Hundesalon würden sich die Lauser besser benehmen, sich nicht so trauen, Unfug zu machen. :D

Melida
19.11.2008, 13:51
Hallo Calimero!

Da liegst du mit deiner Annahme die Fellpflege schon mit dem Welpen zu üben, richtig.

Aber das heißt nicht, dass man das nicht doch noch hinbekommen könnte. In sehr sehr kleinen Schritten und viel Lob und Leckerlis wird
das sicher gelingen.

Wenn das mit der Fellpflege klappt, dann habt ihr viel "Beziehungsarbeit" geleistet und es wäre falsch das in fremde Hände zu legen. Im Alltag profitiert man davon.

Je entschlossener man an die Sache rangeht, dest besser klappt es. Unsicherheit spürt der Hund. Also wirklich erst mal das Kämmen/Bürsten üben. Es muss ja nicht der ganze Hund durchgekämmt werden. Es genügt ja anfangs nur kleine Teile zu bearbeiten. Wenn das mit dem Bürsten klappt und der Hund sich nicht unwohl dabei fühlt dann können auch die Haare dran glauben.
Wenn das Haar reif ist, dann geht es auch ganz leicht ohne Qual.

Calimero
19.11.2008, 19:13
Melida, ich fürchte fast, dass es schon ein wenig spät ist. Aaron ist nun bereits 10 Monate alt.
Mit Leckerli geht das Bürsten ja schon halbwegs. Dass Aaron dabei aber steht, das bekomm ich nicht hin. Meistens sitzt er oder springt nach hinten.

bobal
19.11.2008, 20:01
Hallo Calimero,

ich denke nicht, das es zu spät ist.Du mußt deinen Aaron daran gewöhnen, daß Berührung und letztlich Bürsten bzw. Trimmen etwas angenehmes ist. Deshalb hatte ich Tellngton Touch angesprochen, eine Methode, die jeder Laie erlernen kann ohne große Mühe (entgegen z.B. Massagen), was den Hund auf angenehme Art an Berührung gewöhnt. Gleichzeitig entspannt der Hund.
Meine beiden Straßenhunde waren ca. 1 Jahr und 5 Jahre alt, als sie ins Haus kamen und haben sich so an Bürsten, Trimmen, Scheren etc. gewöhnt.

Zu spät ist es nie.

LG

bobal