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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunde aus Spanien ?



gesche
11.09.2008, 22:51
Hallo !
Wer von Euch hat Erfahrungen mit Hunden aus Spanien oder anderen südlichen Ländern ?
Mir tun die Hunde dort schrecklich Leid und ich finde es auch toll, das sich so viele Tierschutzorganisationen um diese Hunde kümmern.
Aber ich hätte doch Bedenken einen Hund von dort zu adoptieren. Gerade in der letzten Zeit habe ich von drei Hunden gehört, die vor der Abgabe negativ auf Leishmaniose getestet wurden und nach einem bis eineinhalb Jahren doch daran erkrankten. Zwei Hunde sind inzwischen durch Nierenversagen über die Regenbogenbrücke gegangen. Der Dritte kämpft noch um sein Leben, aber es zeichnet sich schon ein Nierenversagen ab, das die Tierärzte trozt aller Medikamente leider nicht mehr in den Griff bekommen. Er wird also auch bald in den Hundehimmel gehen.
Soll man trotzdem einen Hund von dort nehmen ?
Einen Hund an den man sein Herz gehängt hat und von dem man evtl. sehr bald wieder Abschied nehmen muß ?
Es gibt auch bei uns soviel Hunde die ein schlechtes Leben hatten und ausgesetzt wurden, die auch auf Menschen warten, die ihnen zeigen, daß es Liebe gibt.
Eure Meinungen würde mich sehr interessieren.
Schöne Grüße
Gesche

Gundula
12.09.2008, 10:52
Hallo Gesche!!!!

Ich habe einige Bekannte die Hunde aus Spanien haben .Ich selber habe eine Galga aus Italien bei mir .

Mir ging es anfangs wie dir .Ich war vom Tierelend im Süden entsetzt und wollte helfen .
Das ist auch alles schön und gut ,aber heute ...zwei Jahre nachdem meine Galga bei mir eingezogen ist ,stehe ich dem ganzen Tierschutzgeschehen sehr skeptisch gegenüber .

Ein Teil der mich immer wieder ärgert ,sind die Tests, die oft einfache Schnelltests sind und recht unzuverlässig.
Dann ist es die mangelnde Aufklärung der Tierschutzorganisationen an die zukünftigen Besitzer.
Das Thema MMK wird häufig einfach ignoriert oder extrem verharmlost ...*Ach ,da gibt man dann ein Tabletterl am Tag und dann geht das schon * ist ein Satz ,den man regelmässig zu hören bekommt.
Dass diese Tabletten und die regelmässigen Bluttests aber auch ganz schön ins Geld gehen können ,wird nur allzu oft vergessen zu erwähnen .Von den beträchtlichen Nebenwirkungen der Tabletten ganz zu schweigen .

Fakt ist ,dass man keine Garantie haben kann ,dass der Hund aus dem Süden gesund ist .Ich habe bei meiner Hündin nach einem halben Jahr noch einmal einen MMK -Test machen lassen .GSD .war alles okay.

Allerdings ist es so ,dass auch ein Hund den man sich hier vom Züchter oder aus dem TH holt ,keine Gesundheitsgarantie hat ...Die kann einem halt keiner geben .

Sprich --wenn man einen Hund aus dem Süden ein neues Zuhause geben möchte ,sollte man sich der Risiken voll bewusst sein .
Wichtig ist ,sich vorher zu informieren .Über alle Vor und Nachteile .

Welche Rasse hast du denn besonders insAuge gefasst ??

LG Gundula

bobal
12.09.2008, 12:23
Halo Gesche,

ich habe zwei Spanier, die beide aus einer Tötungsstation auf Lanzarote freigekauft und nach Deutschland vermittelt wurden über das hiesige Tierheim. Ich habe beste Erfahrungen gemacht. Sicherlich gibt es die sog. Mittelmeerkrankheiten, aber dafür können die Hunde nichts. Ebensowenig wie für die Tatsache, daß es Menschen gibt, die Hunde einfangen und nach 21 Tagen töten, egal, ob sie krank, gesund, jung oder alt sind. Gäbe es mehr Menschen, die sorgsamer mit Mitgeschöpfen umgingen, ihnen mit mehr Achtung und Aufmerksamkeit begegnen würden, gäbe es viele der Probleme, die wir heute haben, nicht.
Wie gesagt, ich habe zwei gesunde spanische sog. "Straßenhunde", mit denn ich viel Glück habe. Ich hatte noch nie anhänglichere Hunde und noch nie Hunde, die so viel Liebe zu vergeben haben. Wo die das angesichts ihrer schlechten Erfahrungen wegholen, ist mir ein Rätsel.

Man kann Pech haben und man erhält einen mit Leihmaniose infizierten Hund, zumal viele Infektionen stumm verlaufen (weshalb man auch nicht die Tierschützer in südlichen Ländern verantwortlich machen sollte, die zum größten Teil über normale menschliche Kräfte hinausgehendes tun, um Tieren zu helfen; viele dieser Menschen haben meine höchste Achtung). Da ich aber bei verantwortungsvollen Tierhaltern ohnehin voraussetze, daß sie bei Krankheitssymptomen zum Tierarzt gehen, kann man - wissend das der Hund aus einem Mittelmeerland kommt - auch auf Mittelmeerkrankheiten testen, zumal die Testmethoden immer besser werden. Wenn man einen infizierten Hund frühzeitig behandelt, kann er auch einige Jahre überleben. Man kann aber auch hierzulande Hunde bekommen, sei es von Züchtern, sei es aus Tierheimen, die erkrankt sind und kein langes Leben haben werden.
Sicherlich, ich komme mit Abschieden von meinen Vierbeinern unendlich schlecht klar, um nicht zu sagen gar nicht, aber ich weiß auch, daß ich um meine Mäuse trauere, egal, ob ich sie einen Tag, eine Woche oder 10 Jahre als Teil meines Lebens geschätzt habe. Insofern gebe ich sicherlich immer wieder Hunden aus Mittelmeerländern eine Chance.

LG

bobal

gesche
17.09.2008, 12:02
Hallo Gundula, Hallo Bobal !

Herzlichen Dank für Eure Meinungen !

Gestern habe ich erfahren, daß der kleine Kämpfer seinen Kampf gegen die Leishmaniose verloren hat. Er ist Sonntag über die Regenbogenbrücke gegangen und seine Menschen sind untröstlich.

Das ist auch der Grund weshalb ich nun endgültig Abstand von einem Hund aus den südlichen Ländern nehme. Wir trauern immer noch um unseren Knuffi und vermissen ihn so sehr. Er hat uns fast 16 1/2 Jahre begleitet und, da geht es uns so wie Dir Bobal, wir möchten nicht wieder so schnell Abschied nehmen müssen, weil wir damit sehr schlecht klar kommen würden.

Ihr habt mit Euren Hunden Gott sei Dank Glück gehabt, aber andere
"Adoptiveltern" eben nicht.

Was Du sagst Gundula, das die Tierschutzorganisationen mangelnde Auklärung leisten, habe ich gerade in letzter Zeit vermehrt gehört und finde es nicht in Ordnung. Wenn schon an das Mitleid der Menschen appelliert wird, sollte auch ehrliche Aufklärung geleistet und auf die Risiken hingewiesen werden.
Aber es ist auch so, daß ein Hund durchaus negativ auf Leishmaniose getestet wurde, er jedoch kurz vor oder nach dem Test von einer dieser bösartigen Viecher gestochen wurde. Ein positives Ergebnis zeigt sich dann erst später.

Sicher ist es auch ein Risiko, einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen, da das Vorleben meistens unbekannt ist und das Tier evtl. auch aus dem Süden sein könnte.
Trotzdem werden wir dann doch lieber einen Hund aus einem Tierheim zu uns holen.
Es ist nie risikolos einen Hund aufzunehmen. Da hast Du Recht Gundula, es gibt auch verantwortungslose (kriminelle) Züchter.
Wir möchten wieder einen richtigen "Senfhund" adoptieren und haben keinen Rassehund ins Auge gefasst.

Liebe Grüße
an Euch
Gesche

bobal
17.09.2008, 17:02
Hallo Gesche,

mich freut, daß Ihr einen Hund aus dem Tierschutz nehmt, egal, ob er aus südlichen Gefilden kommt oder von wo auch immer. Und ich wünsche Euch viel Glück und ein langes gesundes Leben mit dem neuen Familienmitglied.

LG

bobal und die beiden Spanier

gertiP
17.09.2008, 20:13
Und ich weiß jetzt schon, daß der Hund, der im Haushalt von gesche landet einen der besten Plätze bekommt, die es gibt! :]

gesche
17.09.2008, 20:35
Hallo Bobal, Hallo Gundula,

ich möchte noch nachtragen, daß ich mich wirklich über Eure gesunden Hunde freue ! Bobal, Deinen Wunsch kann ich an Euch zurück geben !


Danke GertiP, ich hoffe Du hast Recht !

LG
Gesche

fotell
25.09.2008, 22:41
Hallo an alle!

Ich bin neu hier und ich habe seit 2 Jahren einen Hund, der aus Spanien stammt, von den Balearen! Senta sollte 6 Jahre sein, als ich sie aus einem deutschen Tierheim übernahm, sie war ein Tibet Terrier in Not (ein Mischling) - und wurde mir als gesund angegeben! War aus einer Tötungsstation in Mallorca gerettet worden, nach Deutschland gebracht. Ich war im Rückblick sowas von naiv - doch leid tut es mir nicht. Senta brauchte einen Platz, wo sie bleiben durfte, sie war abgegeben worden, weil sie "zu anhänglich" war. Am ersten Ort, war sie wohl krank geworden, worauf der Besitzer sie abgab, weil er das nicht mitmachen wollte, am nächsten Ort wurde sie dann "zu anhänglich" und das war der Grund warum sie ins Tierheim zurückgegeben wurde.

Schon sowas ist aus meiner Sicht nicht statthaft. Wer einen Hund will, der nicht anhänglich ist, hat von Anbeginn ein Problem. Ich holte also Senta aus dem Tierheim zu meiner Farah, der ich eine Kollegin wünschte. Absolut menschliche Gründe, aus Hundesicht - weiss ich mittlerweilen. Aber für Senta war das wohl das allerbeste.

Senta war zuerst ein dicker Hund: 23 kg schwer - man riet mir, dass sie abnehmen soll. Mit tierärztlicher Betreuung speckten wir ab auf 15 kg. Der Hund ist verfressen - dh sie frisst alles, was ihr unter die Nase kommt, aber sie litt nicht unter dem Diätfutter. Dass sie so ein Fresser ist, war nur rauszufinden, indem ich sie von der Leine liess und sie schnurrstracks den nächsten Kehricht aufspürte, der irgendwo liegengelassen wurde und den auseinandernahm. Insofern wäre sie ein echter Fährtenhund. Dann kam die Krise, sie frass in meiner Abwesenheit ein Stück Schokolade und damit begann Durchfall der nie mehr enden sollte. Durch Medikamente vom Tierarzt wurde der erste Anfall beendet, der kurz darauf neu aufflammte. Wir begannen nach der Ursache zu suchen, sie bekam alle Medis gegen Durchfall, die es gibt. Es hat immer nur einen Tag geholfen, nie länger. Sie lahmte, sie verlor Gewicht, hatte offene Stellen an den Beinen und im Maul - es ging ihr immer schlechter. Schliesslich war sie brandmager!!! und ich geriet in Panik. Imodium und Haferbrei versetzt mit Senior-Hundefutter war monatelang das einzige was sie vertrug, ein wenig stabilisierte. Ich wechselte den Tierarzt und der neue Tierarzt hat das Blutbild gemacht. Sie war noch 9 kg. Sie ist Leishmaniose positiv. Der Ausbruch einer Leishmaniose kann 7 Jahre dauern beim Hund. Aus meiner Sicht ist Senta keineswegs 8 Jahre, wie mir gesagt wurde, sondern vielleicht 11 Jahre! Sie vertrug das Allopurinol,das sie bekam nur in Kombination mit einem anderen Medikament.

Ich bin Rentnerin und nicht begütert. Ich war fassungslos, als die Diagnose "Leishmaniose positiv" feststand, in grösster Sorge, dass sie das nicht überleben würde. Wir haben nun 6 Wochen nach Beginn der Therapie einen sehr grossen Erfolg. Sie ist wieder fast 12 kg schwer, sieht viel besser aus ist lebhafter, frecher, frisst immer mit Begeisterung, was hinten rauskommt, ist annehmbar.

Ich bedaure keineswegs, dass ich Senta übernommen habe. Alle offenen Stellen, die ich vorhin bandagierte, behandelte mit Salbe sind abgeheilt. Was mich ärgert, ist, dass ich keinen Hinweis hatte, was auf mich zukommen könnte. Die Kosten sind nun kontinuierlich vorhanden. Ich suche nach einer günstigen Quelle für Allopurinol und Metronidazol. Leishmaniose ist eine schwere Krankheit aber nicht einfach ein Todesurteil.

bobal
26.09.2008, 13:10
Hallo fotell,

die Geschichte deiner Senta hört sich nicht gut an, wenngleich die Geschichte einen mehr oder weniger guten Ausgang genommen hat. Auf der anderen Seite finde ich es sehr gut, daß Du Senta nicht aufgegeben hast und daß Du trotz allem nicht berust, Senta in Deine Familie aufgeommen zu haben. er nämlich am wenigsten für das alles kann, ist Dein Hund.

Der Grund, warum ich mich melde, schau im internet unter Medizinfuchs.de nach. Dort findest Du die Apotheke, von der Du beide Medikamente am günstigsten beziehen kannst. Du benötigst allerdings ein Rezept vom Tierarzt, da beide Medikamente verschreibungspflichtig sind.

LG

bobal

gesche
26.09.2008, 21:28
Hallo Fotell !

Es ist einfach super, daß es Dir, dank Deiner Bemühungen gelungen ist, Senta ein fast normales Leben zu ermöglichen.
Deine Fassungslosigkeit kann ich sehr gut nachempfinden. Wahrscheinlich wurde dieser arme Hund auch deshalb zum "Wanderpokal" weil die Vorbesitzer erfahren haben, daß er Leishmaniose positiv ist. Es ist ja so einfach, ein Tier mit fadenscheinigen Ausreden schnell ins Tierheim abzuschieben. Was heißt "zu anhänglich" ? Da werde auch ich fassungslos !
Naiv warst Du bestimmt nicht, ich denke eher, man hat Dich über`s Ohr gehauen. Umso mehr finde ich es einfach toll, daß Du nicht aufgegeben hast ! Senta hat endlich Glück in ihrem Leben.
Aber Deine Erfahrung hat meine inzwischen 100 %ige Überzeugung, keinen Hund aus südlichen Ländern zu nehmen, um 100 % verstärkt.
Wir werden in den Tierheimen ganz gezielte Fragen stellen, auch auf die Gefahr hin, daß man uns vielleicht für herzlos hält. Die Gründe habe ich ja schon in den vorherigen Antworten erwähnt. Einen "Garantieschein" auf einen gesunden Hund kann uns keiner geben, das ist uns absolut klar. Wenn der Hund dann doch krank wird - Schicksal. Wir würden ihn dann garantiert nicht wieder in ein Tierheim abliefern weil er zu anhänglich ist ! X(
Es tut mir sehr leid, daß Du nun die ganzen Kosten hast, vor denen sich Deine "Vorgänger" offensichtlich gedrückt haben, indem sie sich diesen "Wegwerfartikel" Senta einfach vom Hals geschafft haben.
Wir wissen aus eigener Erfahrung wie hoch die Kosten für Medikamente sein können, jedoch mit dem Unterschied, daß wir unseren Knuffi mit 7 Wochen "adoptierten" und er in den letzten Jahren seines über 16 Jahre langen Lebens, aufgrund seiner Herzerkrankung, sehr viel Medikamente benötigte. Nur war hier die Situation anders, wir hatten ihn von Welpenpfoten an und wußten er war gesund als er zu uns kam.

Weißt Du ob Leishmaniose auf andere Hund übertragbar ist ? Interessiert mich deshalb, wei Du ja auch noch Farah hast.

Hoffentlich kann Dir Bobals Tip weiterhelfen.

LG
Gesche

fotell
26.09.2008, 22:19
Hallo gesche, hallo Bobal
danke für eure Antwort. Ich habe inzwischen mal ausgerechnet, was ich an Medikamenten brauche für Senta. In Schweizer Franken sind es 1650 Franken pro Jahr oder CHF 137.50 pro Monat.
Wenn ich die Medis in Deutschland holen kann, reduziert sich der Aufwand auf € 303 pro Jahr oder € 25 pro Monat. ABER ich brauche dazu ein Privatrezept, bin gespannt, ob mein Schweizer Tierarzt mir das ausstellt. Es ist ein wenig verrückt, wenn ich das so schreibe, denn im Prinzip müsste ich jetzt nach Deutschland umziehen, wohne derzeit in der Schweiz. In der Schweiz dürfen Tierärzte die Medikamente selber verkaufen, was natürlich eine Einnahmensquelle ist!

Auf deine Frage ob Leishmaniose ansteckend ist? Offiziell nein. Nicht direkt - das heisst nicht von Hund auf Hund! ABER es gab Ausnahmen, wo ein Hund in Berlin, der niemals im Ausland war, plötzlich Leishmaniose positiv war. Leishmaniose gehört auch zu den Zoonosen, dh ist auch ansteckend für den Menschen, wo es eine andere Inkubationszeit hat und besser behandelbar ist als beim Hund. Der Mensch hat ja auch anderen Stellenwert, sarkastisch ausgedrückt. Im Prinzip braucht es die Infektion, den Stich durch die Sandfliege, die in den Mittelmeerländern vorkommt. Durch die Klimaveränderung gibt es aber in den heissen Gegenden von Nordeuropa auch bereits solche Viecher.
Also zB in der Oberrheinischen Tiefebene in der ich derzeit ansässig bin, wurde bereits Babesiose festgestellt (die man auch als Mittelmeerkrankheit bezeichnet) und man befürchtet, dass die Sandfliege auch hier eingeschleppt wird. Konkrete Angaben sind noch keine vorhanden. Ich habe mich nachdem ich Sentas Diagnose hatte, rauf und runter im Internet informiert, wollte wissen was Sache ist. Vermutlich werde ich nicht darum rum kommen auch Farah testen zu lassen, die bisher als *kerngesunder Hund* diagnostiziert wurde. Sie stammt aus einer Zucht aus Berlin und ist ein absolut toller Hund! Ich hoffe sehr, dass sie verschont bleibt, ebenso wie ich auch! Aber ich muss das im Auge behalten!

bobal
27.09.2008, 12:11
Hallo fotell,

zum einen, wenn Dein schweizer TA Dir kein Provatrezept ausstellt, dann red mit Deinem Hausarzt. Beide Medikamente sind in der Humanmedizin gebräculich und können somit auch von diese verordnet werden (was nicht ganz lege artis ist).
Zum zweiten, die babesiose wird von Zecken übertragen und ist keinesfalls nur in Mittelmeerländern angesiedelt.

Mit Leishmaniose kann auch der Mensch angesteckt werden, allerdings ist eine Ansteckung von Hund auf Mensch bislang nicht beschieben.

LG bobal

bobal
27.09.2008, 12:18
Hallo Gesche,

ich wollte mich auch noch einmal an Dich wenden. Vorab sei gesagt, ich will Dich ebensowenig wie andere Menschen nicht von Hunden aus Spanien überzeugen.

Ich habe gerade heute morgen ein Buch bekommen, von dem ich vor ein paar Tagen in einer "Tiersendung" als Empfehlung hörte. Und da ich zwei Straßenhunde aus Spanien habe, wollte ich auch dieses Buch lesen.
Das Buch heißt "Einwanderer auf vier Pfoten" von Christiane Liebold-Eich und beschreibt dieses Thema recht ansprechend. Ich hab zwar erst die Hälfte des Buches gelesen, dennoch kann ich sagen, die Autorin ist um Objektivität bemüht, allerdings ist es in Bezug auf die "Einwanderer" doch eher positiv gehalten (wobei ich selbst bislang nur die besten Erfahrungen gemacht habe).

LG

bobal

bobal
27.09.2008, 12:24
Hallo fotell,

ich hab noch eines vergessen in Bezug auf den Leishmaniosetest Deines anderen Hundes. Nur ein positives Testergebnis hat eine Aussagekraft, ein negatives Testergebnis schließt eine Leishmanioseinfektion nicht sicher aus, da wie Du selbst sagtest zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung lange Zeitspannen liegen können.

LG

bobal

gesche
28.09.2008, 15:11
Hallo Bobal !
Herzlichen Dank für Deinen Tipp. Wir haben hier einige gut sortierte Buchläden und dort werde ich mich mal auf die Suche begeben oder das Buch bestellen.

Hallo Fotell !
Auch in Deutschland haben die Tierärzte eine eigene Apotheke und verkaufen ihre Veterinärmedikamente dort. In den "normalen" Apotheken sind diese Medikamente in der Regel auch nicht vorrätig.
Für Medikamente aus der Humanmedizin hingegen bekam ich immer ein Privatrezept. Ob Tierärzte sie nicht verkaufen dürfen ? Allopurinol und Metronidazol sind aus der Humanmedizin, aber vielleicht ist es in der Schweiz ja anders geregelt. Kennst Du nicht einen Arzt, mit dem Du gut "kannst" und der Dir u.U. ein Privatrezept ausstellen kann ? Aber das hat Bobal (lese ich gerade) ja auch schon geschrieben.
In meiner Stamm- Apotheke habe ich das TA Rezept 1x vorgelegt und die Medikamente in der Folgezeit ohne Rzp. erhalten.

Das diese bösartigen Fliegen inzwischen weiter nördlich gewandert sind, habe ich auch gelesen. Sie haben sich irgendwo in Frankreich (habe vergessen wo) niedergelassen, in einer Region, in der sie vorher völlig unbekannt waren. Wie überhaupt auch andere Viecher sich in Gegenden breit gemacht haben, in denen sie nie heimisch waren.

Das Leishmaniose zu den Zoonosen gehört, habe ich nicht gewußt. Zoonosen gefährden Kinder und immungeschwächte Menschen, so ist sie im Prinzip auch für den Menschen gefährlich.

An Deiner Stelle würde ich Farah tasächlich testen lassen und ich wünsche Euch, daß sie verschont ist und drücke ganz kräftig die Daumen.

LG
Gesche

bobal
28.09.2008, 15:58
Hallo Gesche, hallo Fotel,

die Leishmaniose kommt beim Menschen ebenso vor, wie beim Hund und anderen Tieren auch. Sie wird auf den Menschen ebenfalls durch den Biss von Sandmücken übertragen. Zur Behandlung des Menschen gibt es unter anderem Medikamete, die man in der Behandlung von Hunden nicht einsetzt, weil sie zu toxisch sind (so weit ich mich erinnere, fehlt Hunden ein Enzym zum Abbau der Substanz, über das der mensch verfügt). Egal, was Fotel sagt stimmt auch, für die Behandlung von Menschen geben Pharmafirmen eher geld in die Forschung, da sich daran langfristig etwas verdienen lässt. Andererseits gibt es aber z.B. auch Impfungen für Hunde, die es für menschen nicht gibt, da zu wenige Menschen erkranken und somit kein geld mit derartigen Impfstoffen zu verdienen wäre, ich denke da an die Leptospirose.

Abschließend noch einmal zur Leishmaniose, das ist eine Erkrankung, auf die man sicherlich verzichten kann (allerdings werden wir uns nicht zuletzt dank der Klimaerwärmung zunehmend mit derartigen Erkrankungen beschäftigen müssen). Man kann sie behandeln und wenn man die Therapie rechtzeitig und langfristig durchführt, können Tiere damit sogar alt werden. In meinen Augen sollte das kein Hinderungsgrund sein, Tieren aus dem Süden ein Überleben zu ermöglichen, in Pereras haben Hunde, ob krank, ob gesund, ob alt oder Welpe exakt 21 tage zum überleben.

Ich mag es selbst nicht, wenn meine Hunde krank sind, nicht zuletzt habe ich vor nicht allzu langer Zeit Tage und Wochen mit der Angst leben müssen, daß mein Hund mit den Folgen einer rattengiftvergiftung (die Gott seis gedankt keine war) kämpfen mußte. Und ich habe viele Hunde über die Regenbogenbrücke gehen sehen, die ich bis heute unendlich vermisse und vermutlich zeitlebens vermissen werde, aber dennoch werde ich immer wieder Hunden aus dem Ausland eine Chance geben. Ich kann es nur noch einmal sagen (und da ist nichts übertrieben) ich hatte noch nie so anhängliche und liebestolle Hunde, wie die Beiden. Was zudem toll ist, meine Beiden haben Menschen, die Angst vor Hunden hatten dazu verholfen, daß diese Leute heute keine Angst mehr haben.

Meine Hündin, die anfangs große Angst vor Männern hatte und Männern aus dem Weg gegangen ist, ist heute vernarrt in meinen Bruder und ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, daß sie, wäre sie vor die Wahl gestellt sich zwischen mir und meinem Bruder zu entscheiden, mich wählen würde.
Wichtig ist, daß man gut und vertrauensvoll beraten bzw. informiert wird von den Tierschützern, aber auch diesbezüglich habe ich gute Erfahrungen gemacht. Mag sein, daß wir zu den Glückspilzen gehören.

LG

bobal

fotell
28.09.2008, 20:46
Herzlichen Dank bobal und gesche!! ihr seid sehr unterstützend!!
Ja ich werde versuchen die Medis über meinen Arzt zu bekommen. Allopurinol ist nicht teuer, das ist gar kein Problem - aber Metronidazol schon. Senta ist übrigens jetzt 11,6 kg geworden - sie frisst wie ein Weltmeister und es geht ihr super. Die Allopurinoldosis wurde erhöht - das ist das Medikament, das die Parasiten stilllegt, bewegungsunfähig macht. Alle ihre offenen Stellen an Pfotenellbogen (wie sagt man das richtig?) und im Maul sind abgeheilt, es ist ganz wunderbar. Sie sieht jetzt wie ein schlanker Hund aus und hat wieder viel mehr Lebensfreude. Ich natürlich auch. Ich melde mich wieder sobald ich mehr weiss, beste Grüsse euch allen fotell

gesche
28.09.2008, 20:59
Hallo Fotell,

es freut mich riesig,daß es Senta wieder so gut geht ! Bitte melde Dich doch zwischendurch und gib uns einen "Lagebericht". Mich interessiert es wirklich sehr, wie Senta sich macht und wie es ihr weiterhin geht.
Sag doch auch bitte kurz Bescheid, ob Du irgendetwas mit den Medikamenten erreicht hast.

LG
und eine gute Nacht
Gesche

bobal
29.09.2008, 09:44
Hallo Fotell,

es freut mich, daß es mit Senta Berg auf zu gehen scheint. Eines ist mir noch wichtig, besprich Dich mit Deinem TA, was die Dauer der Therapie angeht gut. Die Leishmaniose kann rezidivieren. Insofern ist die Frage zu klären, ob man die Therapie mit Allopurinol selbst dann nicht fortführt, wenn sie wieder "die Alte"ist.

Ich kann mich gesche nur anschließen, gib doch zwischendurch mal bescheid, wie es Senta geht. Ich hoffe, daß durch Senta meine Aussage, daß mit leishmaniose infizierte Hunde alt werden können, Bestätigung erfährt, sprich, ich wünsche Euch von ganzem Herzen ein langes gemeinsames Leben.

LG

bobal

fotell
29.09.2008, 10:39
Hallo gesche und bobal!
Der Tierarzt hat mir schon mitgeteilt, als die Diagnose feststand, dass ich mir bewusst sein müsse, dass dies eine jahrelange (lebenslange) Therapie sein müsse (das betrifft vorallem das Allopurinol!) Weil es Senta sichtbar besser geht, wurde letzte Woche die geplante Blutentnahme nicht gemacht. Ich muss die Therapie konsequent weiterführen mit den beiden Mitteln, (dass Allopurinol wurde auf 450 mg erhöht - aufgrund der Gewichtszunahme: entspricht ca. 40 mg/kg). Mit der Zeit soll ich dann wieder versuchen das Metronidazol zu reduzieren, aber das werde ich erst machen, wenn Senta 14-15 kg schwer ist und BLEIBT! Es kommt dann auch drauf an, wie das aussieht was hinten rauskommt. Zurzeit ist alles ok.
Sie bekommt immer noch 3 Mahlzeiten, was ich, wenn sie das Gewicht erreicht hat, auf 2 reduzieren werde. Auch da vorausgesetzt, das Gewicht ist gleichbleibend. Wir waren gestern auf dem Land, da habe ich die Hunde rennen lassen, Farah frei - und Senta an einer 5 m Leine. Sie war dann richtig k.o. Senta lasse ich deshalb nicht freilaufen, weil ich verhindern will, dass sie Müll sucht (und frisst). Sowas vergisst ja ein Hund nicht so schnell.
Es war für alle schön, Farah konnte sich mal richtig auspowern. Ist auch wichtig. Den nächsten Termin beim Tierarzt mit Senta soll ich in rund 6 Wochen vereinbaren, wenn sich was ändert, kann ich jederzeit anrufen und uns anmelden.

bobal
29.09.2008, 12:59
Hallo Fotell,

ich hab gerade mal geschaut, Metronidazol 20 Tabl. bekommst Du über die günstigste Versandapotheke für knapp 11 Euro und Allopurinol 300 mg 100 tabl. für ebenfalls knapp 11 Euro, d.h. Du würdest unter 20 Euro monatlich für die Medikamente liegen. Ich kann nicht sehen, wie das ist, wenn die medikamente in die Schweiz geschickt werden müssten, aber das wird sich sicherlich klären lassen.

LB

bobal

gesche
29.09.2008, 18:37
Hallo Fotell !

Eigentlich wollte ich Dich das schon längst gefragt haben. Hat Dir der Tierarzt eigentlich gesagt was das Allopurinol bei Senta bewirkt ? In der Humanmedizin wird es zur Behandlung der Gicht eingesetzt und kann beim Menschen übrigens Hauterkrankungen, wie z.B. Ekzeme auslösen. Mich interessiert doch sehr die Wirkungsweise im Hinblick auf die Leishmaniose.

LG
Gesche

fotell
29.09.2008, 19:50
Hallo gesche,

Allopurinol, ein preiswertes Medikament aus der Humanmedizin (Gichtmittel), bewirkt einen Rückzug der Leishmanien aus dem Blut (ins Knochenmark) und macht die Leishmanien inaktiv. Nach einer Einnahme von ca. 3-4 Monaten zeigt sich der Titer meist negativ. Das heißt, es sind keine Antikörper gegen die Krankheitserreger im Blut nachweisbar. Trotzdem muß bei einem behandelten Tier regelmäßig eine Blutkontrolle erfolgen. Bei Streß oder einer immunschwächenden Erkrankung, hier reicht eine einfache Erkältung, können die Leishmanien sich sofort wieder vermehren und eine erneute Behandlung kann nötig sein.
Davor habe ich Respekt, ich hoffe sehr - wir kommen da drum rum.

gesche
29.09.2008, 21:39
Hallo Fotell !

Danke für die Aufklärung, es ist schon interessant zu wissen, was ein Anti - Gichtmittel noch so alles vollbringen kann.
Wenn die Leishmaniosen so schnell wieder aktiv werden können, mußt Du ja fast schon eine schützende "Käseglocke" über Dein Sorgenkind stülpen. Ich wünsche Euch für die weiteren gemeinsamen und hoffentlich noch zahlreichen Jahre ganz, ganz wenig Stress und keine weiteren Erkrankungen. Die gemeinen Leishmaniosen sollen keine weitere Chance mehr bekommen !
Sie sollen zum :evil: gehen !
Informier uns doch auch bitte weiterhin.

LG
Gesche

fotell
28.10.2008, 23:47
Hallo alle!!

Ich darf sagen - Senta und mir geht es gut!! Senta ist jetzt 13.4 kg - ich habe ihr Fell schneiden lassen und sie sieht ganz toll aus. Schlank und rank - keine offenen Wunden - alles ist abgeheilt, auch im Mund hatte sie so eine offene Stelle, die nie heilen wollte. Sie bekommt jetzt 2x täglich ihr Futter mit der Medizin.

Ich habe das Ritual eingeführt, dass nach dem Essen immer geruht werden muss, versuche Stress fernzuhalten. Ihre Lebensgeister haben sich auch intensiviert, sie ist viel aktiver, sogar frech. Ich habe vor im Januar einen neuen Bluttest machen zu lassen, dann hat sie 4 Monate Therapie mit Allopurinol. Könnte ev. sein, dass sie dann sogar negativ sein könnte?! Muss nicht sein, wäre natürlich schön. Die Therapie führe ich konsequent weiter. Mein Arzt hat mir jetzt das Metronidazol verschrieben und ich habe einen Grundstock davon eingekauft, inklusive Allopurinol!

Seine Begründung war, dass er nicht möchte, dass ich mich mit Leishmaniose anstecke. Tja. Offenbar wird eine Ansteckung auf den Menschen nicht ausgeschlossen unter folgenden Umständen: Sowohl Mensch wie Tier haben irgendwo eine offene Wunde und kommen damit in Berührung. Das ist an sich ein Schreckensszenario - und nicht so vorgesehen.

Beste Grüsse ilka

bobal
29.10.2008, 20:39
Hallo fotell,

erst einmal beglückwünsche ich Euch zu dem guten Verlauf. Allerdings muß ich auch noch etwas anmerken:
1: es wurde bislang keine definitive Erregereliminierung sowie dauerhafte Heilung beschrieben. Rezidive sind nicht selten. Man kann einen Auslaßversuch mit Allopurinol, insb. aber Metronidazol machen, muß aber weiterhin untersuchen.
2: als Humanmedizinerin habe ich mich bereits vor geraumer Zeit ausführlich informiert. Es gibt bislang keinen Nachweis einer Infektion eines Menschen durch den eigenen Hund. Theoretisch ist eine Ansteckung möglich, aber wie gesagt, derartiges wurde bislang nirgendwo definitiv nachgewiesen!

Davon abgesehen ist die Wahrscheinlichkeit, sich in den Mittelmeergebieten durch Sandmücken zu infizieren, deutlich besser. Deshalb würde ich allerdings nicht auf meine geliebten Urlaube in Italien verzichten.

LG bobal

fotell
30.10.2008, 00:42
Hallo bobal,
vielen Dank für deine Antwort. Ich weiss, dass Allopurinol nicht "für immer" gegeben werden darf, habe jetzt viel darüber gelesen und dass die Therapie damit nicht zu einer Heilung führt. Aber ich hoffe doch sehr, dass es zum Stillstand der Leishmaniose führt. Ich habe festgestellt, dass Senta im Vergleich mit anderen eine sehr hohe Dosis bekommt (40 mg/kg) und weil sie so gut darauf angesprochen hat, wird sie es vorläufig auch weiter bekommen.

Der Tierarzt hat mir bei Beginn mitgeteilt, dass ich mich darauf einstellen solle, womöglich es lebenslang geben zu müssen. Was ist lebenslang bei Senta? Sie ist m.E. ca. 11 Jahre - ein Tibet Terrier-Mix mit Schnauzer (?) - Tibet-Terriers können alt werden, dh zB 18 Jahre! Also wenn sie noch ein paar Jahre leben darf, dann soll mir das sehr recht sein. Im August sah es ja so aus, dass sie so sterbenskrank war, dass sie das nicht überleben würde - und ich sie einschläfern lassen müsse. Also eigentlich praktisch null Chance - und der Versuch mit dem Allopurinol war ein letzter Versuch. Da sie das Allopurinol alleine nicht vertragen hat, wurde Metronidazol dazu verordnet. Dank dem, dass ich jetzt ein Rezept habe, konnte ich mal den Beipackzettel studieren und sehen, wofür das eigentlich verschrieben wird.

Ist schon ein Ding. Ich bekam die Pillen sonst abgezählt im Beutel ohne Beipackzettel. Da es ja in der Schweiz sehr teuer ist, hat der Tierarzt schon nach ca. einem Monat mich gebeten, zu versuchen es abzusetzen. Ich habe also versucht es auszuschleichen indem ich statt 3x50 mg - 2x50 mg gab. Stunden später hatte Senta bereits wieder Durchfall. Ich gab ihr dann die ausgeschlichene Tablette sofort wieder, aber es dauerte etwa 3 Tage bis dies überstanden war. Jetzt hat sie geregelten Stuhlgang mit kompaktem Kot und hat sich so gut gemacht, dass man sie fast nicht wieder erkennt.

Ich werde das aber im Auge behalten. Ich wünsche mir einen Stillstand der Leishmaniose und einen tiefen Titer. Die ersten 4 Monate Therapie sind sehr wichtig. Die will ich unbedingt beinhart durchhalten.

Beste Grüsse
ilka

bobal
30.10.2008, 11:03
Hallo Ilka,

wenn Du Fragen zu Medikamenten hast, auch und insb. zu in der Veterinärmedizin eigesetzten, gibt es unter http://www.kompendium.ch/Result.aspx?lang=de und unter http://www.vetline.de weitere Informationen. Auch bei Wikipedia sind eine Vielzahl von Medikamenten und deren Wirkungen etc. aufgelistet.

Aber was noch wichtiger ist, ich denke, Deine Senta hat gut auf die Therapie angesprochen und so ist die Hoffnung, daß sie trotz der Diagnose alt wird, berechtigt. Ich drücke Euch mitsamt meinen Hunden alle verfügbaren Daumen.

LG

bobal

gesche
30.10.2008, 13:45
Hallo Ilka !

Es freut mich sehr, daß es Dir und Senta momentan gut geht und hoffe, daß es auch in Zukunft so sein wird. Da schließe ich mich Bobal an und drücke Euch alle verfügbaren Daumen. Senta schafft bestimmt noch ein paar schöne Jahre !

In der letzten Zeit habe ich mich im Internet über Leishmaniose informiert und dort wird angegeben, daß eine Übertragung von Hund auf Tier nicht ausgeschlossen ist. So hat Dein Tierarzt durchaus recht und auch seine Vorsichtsmaßnahme ist nicht unbegründet.
Aber da er Dich ja darüber aufgeklärt hat, wirst Du bestimmt entsprechend vorsichtig sein, wenn Du und Senta irgendwo Wunden habt.

Nochmals alles erdenklich Gute für Euch !

Beste Grüße
Gesche

Hundefrauchen
09.01.2009, 09:26
Hallo,
habe einen Straßenhund aus Türkei seit 6 Jahren und sie ist das Beste was mir je passiert ist. Anhänglich und Treu und einfach nur lieb :D Haben sie in deutschland auf alles Testen lassen und alles war okay!!! Sie war immer Topfit und nue Krank, jetzt leidet sie an Arthrose aber das hat nix mit der Herkunft zu tun. Finde es gut wenn man sich einen Hund aus dem Tierschutz holt, egal ob Ausland oder Innland!!!!

fotell
15.01.2009, 00:15
Hallo Hundefrauchen,
ich stimme dir zu! Trotz den Problemen, die ich mit meiner Senta im letzten Jahr hatte, möchte ich sie nicht missen und es tut mir auch nicht leid, dass ich sie übernommen habe. Irgendwann musste ihre Odyssee doch gestoppt werden. Jetzt wo es ihr wieder "gut" geht, ist auch wieder die alte freche Senta hervorgekommen, die meint mich mit ihrem Sturkopf manipulieren zu können. Sie ist wirklich eine sehr lebenserfahrene Hündin, der die Ideen nie ausgehen.

Uebrigens - sie wiegt zurzeit 16 kg - hat recht viel Fell - was in diesen kalten Tagen sicher gut ist, sieht also fast ein wenig mollig aus.
15 kg wäre ihr Idealgewicht, gemäss Tierarzt. Ich lasse ihr das Kilo zuviel und wiege in letzter Zeit das Light-Futter ab. Natürlich kriegt sie ihre Medis regelmässig und weiterhin.

Allen ein erfolgreiches 2009 - trotz Krisenstimmung, das Leben geht weiter
beste Grüsse
Ilka

bobal
15.01.2009, 12:42
Liebe Ilka,

es freut mich für Senta und dich, daß die Leishmaniose einen so guten Verlauf genommen hat und es Senta wieder gut geht.
Das eine Kilo, welches sie "zuviel" hat, wird sie spätestens im Frühjahr wieder los, wenn man bei besserem Wetter wieder mehr draußen toben mag.

Weiterhin alles Gute für Euch und lass zwischendurch mal von Euch hören.

LG

bobal

gesche
15.01.2009, 15:24
Hallo Hundefrauchen,

es ist schön, daß Du einen gesunden Hund aus dem Süden und so viel Freude damit hast. Wie alt ist die arme Maus denn ? Es interessiert mich wegen der Arthrose.



Hallo Fotell,

es freut mich sehr, diese positive Nachricht über Deine Senta zu lesen.
Was macht schon ein kg aus ? Hauptsache sie fühlt sich wohl und es gelingt ihr auch weiterhin, Dich zu manipulieren ! ;)

Beste Grüße
Gesche

fotell
30.07.2009, 13:10
Hallo ihr alle!
Ich wollte mich mal wieder melden. Senta geht es nach wie vor sehr gut. Sie ist frech wie Oskar - hat ein super Lebensgefühl und 16 kg ist sie immer noch.
Das neueste ist, dass ich das Metronidazol begonnen habe auszuschleichen. Sie bekommt jetzt statt 300 mg - 185 mg
und alles ist super. Sie bekam ja das Metronidazol weil sie das Allopurinol alleine nicht vertragen hat. Jetzt nach fast 1 Jahr mit Allopurinol ist das also anders geworden. Ich habe schon mehrfach versucht, Metronidazol zu reduzieren, bisher erfolglos, aber jetzt seit einem Monat geht das.

Beste Grüsse - geniesst den Sommer
Ilka

bobal
30.07.2009, 16:57
Hallo Ilka,

es ist schön zu hören, daß es Senta und damit ganz offensichtlich auch Dir (denn so hörst Du Dich an) wieder gut geht und alles stabil ist. Ich wünsche Euch, daß es noch lange so bleibt.

LG

bobal

gesche
30.07.2009, 20:02
Hallo Ilka,

ich freue mich sehr, daß es Senta und Dir gut geht und wünsche Euch auch weiterhin alles erdenklich Gute !!!!!!

Sommerliche Grüße
Gesche

fotell
28.09.2009, 22:31
Hallo ihr alle!!
Ich wollte euch melden, dass Senta seit 3 Wochen kein Metronidazol mehr braucht und alles wunderbar ist! Allopurinol kriegt sie natürlich weiterhin! Ich freue mich sehr.

:-)
Ilka

bobal
29.09.2009, 03:05
Hallo Ilka,

erst einmal freue ich mich sehr für Senta und Dich und hoffe, daß es Senta auch auf Dauer gut geht. Hierfür drücken wir Euch alle zwei- und vierbeinigen Daumen.
Zum anderen finde ich es toll, daß Du eine Rückmeldung gegeben hast, denn so fragt man sich nicht immer wieder, was denn wohl aus Senta geworden ist. Und natürlich ist es schön, wenn man auch mal lesen kann, daß es einem Hund, der an Leishmaniose erkrankt ist und dem man frühzeitig tierärztlich geholfen hat, wieder gut geht, denn ansonsten wird gerade die Leishmaniose gerne hervorgeholt, wenn es darum geht, Hunde aus dem Süden zu "verteufeln" (der Mensch neigt halt dazu, den Bock zum Gärtner zu machen).

Ich kann nur immer wieder sagen, daß meine beiden kanarischen Straßenhunde geradezu überdimensional viel Liebe zu vergeben haben, einfach das Tollste sind, was man sich vorstellen kann. Leider kann man sich nicht selbst filmen, sonst würde ich gerne einmal zeigen, welche Anstrengungen insb. mein Rüde unternimmt, eine Öffnung zu finden, durch die er in mich hineinkriechen kann. Meiner Hündin reicht es, wenn sie anbutschen kann.
Aber Dir Ilka muß ich das nicht erzählen, ich bin mir sicher, Du machst dieselben Erfahrungen.

LG

bobal

fotell
29.09.2009, 12:44
Hallo bobal,

danke für deine Antwort. Ja es ist absolut lohnenswert einem Hund das Leben zu retten und ihm ENDLICH ein paar schöne Jahre zu verschaffen.
Das reut mich nicht.
Was mich beschäftigt und was ich nicht verstehe, ist, dass Tierheime und -Vermittler entweder so kaltschnäuzig oder dann durchtrieben sind, dass sie Hunde als gesund abgeben, die überhaupt nicht gesund sind und wo das sog. Gesundheitszeugnis ein Wisch ist, der nicht das Papier wert ist, worauf er geschrieben wurde.
Zwar wurde mir bei Senta versichert, dass ich jederzeit auf Unterstützung durch die Vermittlung rechnen dürfe - es kam aber niemehr eine Antwort als ich mich dann mit einem konkreten Wunsch an sie wandte. Als ich mein Entsetzen über die Diagnose äusserte und befürchtete, dass ich Senta einschläfern lassen müsste, wurde ich ziemlich scharf angegangen, das lasse sich doch mit einer Pille regeln, die Leishmaniose sei doch gar nicht so schlimm. Senta war vor einem Jahr nur noch 8.5 kg schwer - jetzt hat sie 8 kg mehr auf den Rippen!!
Sie vertrug das Allopurinol alleine lange nicht - ich habe ihr ein Jahr lang Metronidazol dazu verabreichen müssen, bis ich dann wieder den Versuch wagte, ein bisschen weniger zu geben und zu sehen was passierte. (Vorher "passierte" einfach nur schwerer Durchfall).
Ich will damit sagen, dass ich ziemlich alleine war in dieser Zeit und nur der sichtbare Erfolg hat mich motiviert weiterzumachen. Natürlich hätte ich jederzeit den Tierarzt aufsuchen können, nur sind das enorme Kosten (in der Schweiz) und die Medikamente sind auch sehr teuer. Es hätte meine finanziellen Möglichkeiten krass überstiegen.

Ich bin deshalb sehr dankbar und froh, dass es gelungen ist. Zur Zeit füttere ich meinen beiden Echinacea Globuli um das Immunsystem zu stärken. Ah ja, Senta lasse ich nicht mehr impfen, Farah allerdings schon. Bei Senta könnte die Impfung einen neuen Schub auslösen, den ich weitestmöglich vermeiden will.

Was sagt ihr zu Echinacea - ??

Schönen Tag und schöne Grüsse, es ist wunderbar mildes Wetter
Ilka


























Senta betrifft, wurde s

gesche
29.09.2009, 20:06
Hallo Ilka,

es ist wirklich super zu lesen, daß es Senta so gut geht !!!!!!! :)

Das Verhalten von dem Tierschutz bzw. Tierheim finde ich absolut daneben. So kann man nicht mit den Menschen umgehen, besonders dann nicht, wenn sie alles daran setzen (so wie Du) seinem Tier die beste Behandlung zukommen zu lassen.
Das Problem bei der Leishmaniose ist leider die lange Inkubationszeit.
Der Erste Test kann durchaus ein negatives Ergebnis zeigen und dennoch können die Hunde selbst nach ca. 7 Jahren daran erkranken. So ist das sogenannte Gesundheitspapier tatsächlich nur ein Wisch.

Unsere kleine Maus wurde uns z.B. als entwurmt übergeben, war aber bis über beide Ohren voll mit diesen ekelhaften Viechern. Allerdings war dem Tierschutz kein Vorwurf zu machen, sie glaubten der Aussage des Tierarztes. Aber nun sind Würmer wirklich kein Vergleich mit der Leishmaniose und nach einigen Welpiwurmkuren war sie auch befreit davon. Aber ich war wirklich froh, daß sie sonst gesund ist und ich habe bewußt keinen Hund aus einem Mittelmeerland genommen, weil ich Angst vor der L. hatte.

Echinacea soll ja tatsächlich das Immunsystem stärken und wenn Senta es verträgt würde ich es auch weitergeben.

Dir und Senta drücke ich die Daumen und wünsche das es
für Euch noch gaaaaanz viele schöne Jahre zusammen gibt !

Schöne Grüße
Gesche