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Bushcamper
24.09.2007, 21:12
Im Juni war König Juan Carlos von Spanien zu Besuch in Peking gewesen und dort wurde dann eine Leihgabe der besonderen Art vereinbart. Für zehn Jahre erhält das Zoo-Aquarium in der spanischen Hauptstadt Madrid zwei Große Pandas. Bei der Leihgabe, die Freitag China verlassen wird, handelt es sich um ein Pandapaar, den siebenjährigen Bingxing (Eisenstern) und die vierjährige Hua Zui Ba (gefärbte Schnauze). Für die beiden wird extra ein Flugzeug gechartert werden, um den 150 Kilogramm schweren Bing Xing und seine 90 Kilogramm schwere Gefährtin Hua Zui Ba von China nach Spanien zu bringen. Wenn sie in Madrid eintreffen, wird eine 35 Stunden lange Reise hinter den beiden Pandabären liegen. Wenn die Pandas am Flughafen in Madrid eintreffen, wartet auf sie ein Spezialfahrzeug und eine Polizeieskorte auf die beiden.

Zum ersten Mal zu sehen sein werden die beiden Großen Pandas wohl im Oktober, bis dahin haben die beiden Zeit sich an ihre neue Umgebung zu gewöhnen. Natürlich hofft man, dass die beiden in Spanien Nachwuchs zur Welt bringen werden, ein gar nicht so einfaches Unterfangen bei Pandabären.

Die beiden Pandas sind eine Attraktion der besonderen Art in Spanien. Es gibt nur elf Zoos auf der ganzen Welt, die Große Pandas im Programm haben. Im deutschsprachigen Raum ist das der Zoo von Berlin und der in Wien. Große Pandas gehören zu den geschützten Tierarten und sind vom Aussterben bedroht.

Der Große Panda, auch Bambusbür oder Prankenbär genannt, ist Symbol des WWF. Die etwa 1600 frei lebenden Wildtiere, die es noch gibt, leben nur noch in China. Nur die chinesische Regierung kann Große Panda an ausländische Zoos weiter geben. Im Tiergarten Schönbrunn in Wien gelang es tatsächlich, Nachwuchs zu erhalten. Am 23. August 2007 wurde hier ein Jungtier geboren. Der in Berlin befindliche Pandabär Bao Bao wurde 1978 geboren, er gilt mittlerweile als das älteste, weltweit in einem Zoologischen Garten lebende Exemplar eines Großen Pandas. Er war 1980 nach Deutschland gekommen, als Geschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt.

Der Panda erhielt 1995 eine Partnerin, die Pandabärin Yan Yan, ebenfalls als Leihgabe nach Berlin. Die Pandabärin starb am 26. März diesen Jahres an einem Darmverschluss nach einer Blutvergiftung. Drei Tage zuvor hatte Eisbär Knut zum ersten Mal die Menschenmassen im Berliner Zoo verzaubert, daher war auch über einen möglichen Zusammenhang zwischen dem riesigen Interesse an Knut und dem Tod des bisherigen Publikumslieblings Yan Yan spekuliert worden.

Quelle: spanien-bilder.com