Dr. Balfanz
22.07.2007, 15:52
"Eine gemeinsame Initiative des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) der Veterinärmedizinischen Universität Wien (VUW), des Bundeskriminalamtes, des NÖ Landesjagdverbandes und des WWF soll dem in den letzten Jahren rapide geschrumpften österreichischen Braunbärenbestand in den nördlichen Kalkalpen entgegenwirken und die Ursachen des Bärenschwundes aufdecken.
Seit rund 18 Jahren ist der Braunbär im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet angesiedelt. Seit damals wurden insgesamt über 30 Jungtiere aus dieser Region bestätigt. Laufende Beobachtungen und genetische Untersuchungen zeigten nun aber das unerklärliche Verschwinden von mehr als 20 Bären, vor allem von Jahrlingen. Die wahrscheinlichsten Ursachen für dieses Verschwinden liegen entweder in der Abwanderung der Tiere, einer bisher unbekannten natürlichen Mortalitätsursache oder dem illegalen Abschuss der Tiere.
Bären sind ganzjährig geschonte Wildtiere und sowohl im internationalen Naturschutz (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU), als auch im Rahmen der österreichischen Naturschutz- und Jagdgesetzgebung eine geschützte Tierart. Derzeit leben nur noch rund vier Bären in Ober- und Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark; darunter das letzte Weibchen, die Bärin Elsa. Verschwindet auch sie, ist die Population endgültig zum Aussterben verurteilt.
Dem Rückgang der Bärenpopulation soll nun durch die gemeinsame Initiative entgegengewirkt werden. Zum einen sollen die Bären besser erforscht, besendert und wissenschaftlich überwacht werden.
Zum anderen soll die Informationsarbeit über das bestehende Bären-Management in ganz Österreich verstärkt werden. Zuletzt wird auch die Kriminalpolizei die Informationsarbeit über die strafrechtlichen Folgen illegaler Abschüsse von Braunbären verstärken. Denn die Verfolgung und Tötung eines Bären stellt eine Straftat dar, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet wird.
Das Bundeskriminalamt bittet die Bevölkerung in ganz Österreich um zweckdienliche Hinweise. Diese können während der Bürozeit im Referat „Umweltkriminalität“ unter der Telefonnummer 01/24836/85794 oder per Mail an umwelt@bmi.gv.at gemeldet werden. Alle Hinweise werden streng vertraulich behandelt."
Quelle: vu-wien
Seit rund 18 Jahren ist der Braunbär im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet angesiedelt. Seit damals wurden insgesamt über 30 Jungtiere aus dieser Region bestätigt. Laufende Beobachtungen und genetische Untersuchungen zeigten nun aber das unerklärliche Verschwinden von mehr als 20 Bären, vor allem von Jahrlingen. Die wahrscheinlichsten Ursachen für dieses Verschwinden liegen entweder in der Abwanderung der Tiere, einer bisher unbekannten natürlichen Mortalitätsursache oder dem illegalen Abschuss der Tiere.
Bären sind ganzjährig geschonte Wildtiere und sowohl im internationalen Naturschutz (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU), als auch im Rahmen der österreichischen Naturschutz- und Jagdgesetzgebung eine geschützte Tierart. Derzeit leben nur noch rund vier Bären in Ober- und Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark; darunter das letzte Weibchen, die Bärin Elsa. Verschwindet auch sie, ist die Population endgültig zum Aussterben verurteilt.
Dem Rückgang der Bärenpopulation soll nun durch die gemeinsame Initiative entgegengewirkt werden. Zum einen sollen die Bären besser erforscht, besendert und wissenschaftlich überwacht werden.
Zum anderen soll die Informationsarbeit über das bestehende Bären-Management in ganz Österreich verstärkt werden. Zuletzt wird auch die Kriminalpolizei die Informationsarbeit über die strafrechtlichen Folgen illegaler Abschüsse von Braunbären verstärken. Denn die Verfolgung und Tötung eines Bären stellt eine Straftat dar, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet wird.
Das Bundeskriminalamt bittet die Bevölkerung in ganz Österreich um zweckdienliche Hinweise. Diese können während der Bürozeit im Referat „Umweltkriminalität“ unter der Telefonnummer 01/24836/85794 oder per Mail an umwelt@bmi.gv.at gemeldet werden. Alle Hinweise werden streng vertraulich behandelt."
Quelle: vu-wien