Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kolik + Einschläfern



hannes
28.05.2007, 21:27
Hallo, ich bin inzwischen völlig fertig. Mein alter Herr (25, Fjord) hat bis vor 10 tagen außer zum Impfen nie einen TA gesehen. Jetzt die vierte Kolik in Folge (Sogar mit Klinik). Pferd inzwischen nur noch ein Schatten seiner selbst, leidet, seit 10 Tagen quasi Null-Diät, eingefallen, Schmerzen, apatisch Und kein TA lässt sich erbarmen, dieses arme alte Pferd endlich von seiner Qual zu erlösen. Ich kann nicht mehr, das Pferd kann nicht mehr. Was kann ich bloß tun??? Das ist doch alles noch noch Geld-Abzocke! Wie sehr muss ein Tier leiden, bevor endlich jemand was tut?

ICH KANN NICHT MEHR!!! Bin inzwischen schon fast so weit, keinen TA mehr zu rufen, damit dieses armes Vieh endlich sterben darf, wenn dann auch unter entsetzlichen qualen. Kann mir hier irgendjemand helfen?????

Das Pferd steht quasi unter Dauer-Buscopan und Novalgin - Beschuss, hat seit Tagen Magen-Schlund-Sonde im Hals stecken, Unmengen von Parafin-Öl intus... Ständig einen TA-Arm im Hintern, Infusionen ohne Ende. Mit Tierschutz hat das ja wohl nicht mehr viel zu tun, oder??? O-Ton Tierarzt: Es geht ihm zu gut!!! Wo bitte geht es dem Pferd denn gut! Es leidet Qualen. Warum erlöst denn keiner dieses Tier!!! Habe das Tier damals nicht als Schlachtpferd freigegeben und bereue das inzwischen bitterlich.

Mag.Zauner
29.05.2007, 13:55
Hallo!
Natürlich ist es für den Tierbesitzer sehr belastend, wenn er sein Tier leiden sehen muss, wenn es krank ist.
Letztendlich muss aber der Tierarzt entscheiden, ob das Tier wirklich euthanasiert werden muss.
Denn schließlich ist dieser Schritt für den Tierarzt auch nicht einfach, er muss dieses Handlung mit seinem Gewissen vereinbaren können.
Ich glaube nicht, dass meine Kollegen bei Tieren, die euthanasiert gehören, dies nicht machen wollen, weil sie den Besitzer "abzocken" wollen.

Ältere Pferde haben oft Kreislaufprobleme und sind deshalb auch dann anfälliger für Koliken.
Es gibt eine Reihe von pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten, die man auch als Besitzer vorbeugend gegen eine gefürchtete Kolik geben kann.
Ich kenne ein Pferd, das mit 31 Jahren nach einem Unfall nur mehr Haut und Knochen war, und der behandelnde Tierarzt wollt diesen Patienten schon einschläfern.
Doch der Patient kämpfte und mittlerweile steht ein wieder wohlgenährter Pensionist mit wachen Augen in seiner Box und freut sich, wenn seine Besitzer kommen.
LG
Mag. Zauner

hannes
29.05.2007, 18:27
Ich möchte ja auch niemandem etwas unterstellen. Jetzt steht er schon wieder in der Klinik. Kolik nummer 6 innerhalb von 15 Tagen. Aks ich heute bei ihm war, hat er in der Box gestanden und seinen Kopf auf meine Beine gelegt, als ich ihn besucht habe. Kein waches Auge mehr, keiner weiß, woran es liegt, Milz-nierenband o.k., Darm o.K., Magenspiegelung ohne Befund, Tumor auch nicht da... Keiner weiß weiter, jeder doktort planlos herum und keine Besserung in Sicht. Das ist gottverdammte Tierquälerei! Das arme Vieh ist nur noch Haut und Knochen! Na denn, aber wenn alle meinen, das sei ok so, dann ist es das wohl. Ich finde, das hat nichts mehr mit Tierschutz zu tun. Ich bin Tag und nacht in der Klinik und ich weiß nach 20 Jahren mit meinem Pferd, wann es am ende ist.Das ist nur noch ein Schatten seiner selbst.
Trotzdem Danke für die Antwort. Um welche Mittelchen handelt es sich denn? Im Moment hängt er am Tropf und bekommt Ranidtin?? Irgendsoein Magenmedikament. 2 mal täglich 5 Stk. Können Sie mir die Bio- Mittelchen nennen und woher ich sie bekomme?