Bushcamper
30.01.2007, 09:25
Geld-Belohnung für genaue Position japanischer Fangflotten
Sydney/Wien (pte/29.01.2007/13:55) - Eine Anti-Walfanggruppe hat zu offensiven Mitteln im Kampf gegen das Abschlachten der Meeressäuger gegriffen: Sie bezahlen 25.000 Dollar Belohnung für jeden Hinweis, der die genaue geografische Position der japanischen Walfänger in der Ross-See bekannt gibt. Ziel der Umweltgruppe Sea Shepherd Conservation http://www.seashepherd.org ist es, das "illegale Abschlachten der Meeressäuger" zu stoppen. Die Operation "Leviathan" wurde vor knapp drei Wochen gestartet.
"Diese Information, wo sich die Walfangflotte aufhält, erspart uns sehr viel an Treibstoffkosten", argumentiert der Gründer der Umweltorganisation Paul Watson. Bekannt ist den Tierschützern, dass sich die japanische Walfangflotte im Umkreis von 800 Kilometern vom Sea Shepherds Schiff "Robert Hunter" aufhält. "Wir sind bereit 25.000 Dollar für jede Information, die uns erfolgreich zur japanischen Walfangflotte führt, zu bezahlen." Der Vorrat der "Robert Hunter" reicht noch für rund drei Wochen, ehe sie einen Hafen zum Auftanken aufsuchen müssen. Die Umweltgruppe will für das Walfang-Moratoriums, das seit 1986 besteht, kämpfen. Japan tötet unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung jährlich hunderte Wale. Norwegen und Island ignorieren diese Bestimmungen und machen weiterhin kommerziell Jagd auf die sanften Meeresriesen.
In den südlichen Gewässern sind aber auch andere Umweltschutzorganisationen im Kampf gegen den Walfang unterwegs. Am 26. Januar ist das Greenpeace Schiff "Esperanza" von Neuseeland aus in See gestochen, um die Japaner beim Fang der Meeresriesen zu stören. "Konkret geht es um den Fang von mehr als 1.000 Walen", so Antje Helms, Meeresbiologin von Greenpeace Österreich http://www.greenpeace.at, im pressetext-Interview. "Erstmals sind in dem dreijährigen Walfangprogramm Japans neben den Zwergwalen auch die besonders gefährdeten Finnwale enthalten", erklärt die Expertin. "Finnwale stehen auf der Roten Liste der World Conservation Union in der höchsten Gefährdungskategorie." Die Walfang-Saison im Südpolarmeer beginnt immer im November und dauert je nach Wetterlage bis Mitte oder Ende März. Die Greenpeace-Crew wisse aus verschiedenen Quellen, wo sich die japanische Walfangflotte aufhalte, obwohl es dennoch in den Weiten des Ozeans einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleichkomme. "Auch in diesem Winter ist der österreichische Aktivist Joe Böhm mit an Bord der Esperanza und wird in einem Online-Tagebuch über die Stimmung und die Ereignisse berichten", so Helms abschließend im pressetext-Interview http://www.greenpeace.at/joeonboard.html. (Ende)
Quelle: APA
Sydney/Wien (pte/29.01.2007/13:55) - Eine Anti-Walfanggruppe hat zu offensiven Mitteln im Kampf gegen das Abschlachten der Meeressäuger gegriffen: Sie bezahlen 25.000 Dollar Belohnung für jeden Hinweis, der die genaue geografische Position der japanischen Walfänger in der Ross-See bekannt gibt. Ziel der Umweltgruppe Sea Shepherd Conservation http://www.seashepherd.org ist es, das "illegale Abschlachten der Meeressäuger" zu stoppen. Die Operation "Leviathan" wurde vor knapp drei Wochen gestartet.
"Diese Information, wo sich die Walfangflotte aufhält, erspart uns sehr viel an Treibstoffkosten", argumentiert der Gründer der Umweltorganisation Paul Watson. Bekannt ist den Tierschützern, dass sich die japanische Walfangflotte im Umkreis von 800 Kilometern vom Sea Shepherds Schiff "Robert Hunter" aufhält. "Wir sind bereit 25.000 Dollar für jede Information, die uns erfolgreich zur japanischen Walfangflotte führt, zu bezahlen." Der Vorrat der "Robert Hunter" reicht noch für rund drei Wochen, ehe sie einen Hafen zum Auftanken aufsuchen müssen. Die Umweltgruppe will für das Walfang-Moratoriums, das seit 1986 besteht, kämpfen. Japan tötet unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung jährlich hunderte Wale. Norwegen und Island ignorieren diese Bestimmungen und machen weiterhin kommerziell Jagd auf die sanften Meeresriesen.
In den südlichen Gewässern sind aber auch andere Umweltschutzorganisationen im Kampf gegen den Walfang unterwegs. Am 26. Januar ist das Greenpeace Schiff "Esperanza" von Neuseeland aus in See gestochen, um die Japaner beim Fang der Meeresriesen zu stören. "Konkret geht es um den Fang von mehr als 1.000 Walen", so Antje Helms, Meeresbiologin von Greenpeace Österreich http://www.greenpeace.at, im pressetext-Interview. "Erstmals sind in dem dreijährigen Walfangprogramm Japans neben den Zwergwalen auch die besonders gefährdeten Finnwale enthalten", erklärt die Expertin. "Finnwale stehen auf der Roten Liste der World Conservation Union in der höchsten Gefährdungskategorie." Die Walfang-Saison im Südpolarmeer beginnt immer im November und dauert je nach Wetterlage bis Mitte oder Ende März. Die Greenpeace-Crew wisse aus verschiedenen Quellen, wo sich die japanische Walfangflotte aufhalte, obwohl es dennoch in den Weiten des Ozeans einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleichkomme. "Auch in diesem Winter ist der österreichische Aktivist Joe Böhm mit an Bord der Esperanza und wird in einem Online-Tagebuch über die Stimmung und die Ereignisse berichten", so Helms abschließend im pressetext-Interview http://www.greenpeace.at/joeonboard.html. (Ende)
Quelle: APA