Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was fehlt meiner RB?
BineundMäuse
22.01.2007, 09:11
Es geht hier um den 14-jährigen Bayernwallach \"Niveau\"! Das ganze ist eine längere Geschichte, die ich kurz zusammenfassen will, vielleicht kommt das hier jemandem bekannt vor und er hat noch einen Tipp!
Niveau hat im Mai 06 angefangen, mit den Hinterbeinen etwas breiter zu stehen ca. 50-80cm! Beim fressen, ruhen.... mit der Zeit wurde das immer schlimmer! 4-6 Wochen vor Weihnachten kam ein riesen Schub, so daß er nur noch stand, als ob er pinkeln müsste, mit 1-1,5m breite!
Mein Tierarzt hat alles untersucht... Blasensteine, Muskelwerte, Röngtenbilder der Hals- und Lenden-WS, Szintigrafie der kompletten Wirbelsäule und Hüfte, 2x Chiropraktik, Borreliose-Test, großes Blutbild, und zuletzt Infusionen mit DMSO und eine Spritze direkt ins Rückenmark! Es ist eine kleine Linderung eingetreten, aber nur ansatzweise.... Wer hat sowas schon einmal gesehen?
Mag.Zauner
29.01.2007, 10:23
Hallo!
Anhand deiner Schilderungen ist dies ein ziemlich komplizierter Fall.
Konnte der Tierarzt bei seinen Untersuchungen irgendetwas feststellen, Verdachtsdiagnosen äussern?
Ist das Pferd vor den Schüben normal zu reiten gewesen oder häufig/dann und wann gestolpert?
Wurde auch eine Liquoruntersuchung gemacht?
Hatte das Pferd während der Schübe Fieber?
Wurde das Pferd regelmässig geimpft und wogegen.
Harn- und Kotabsatz sind normal, ebenso die Futteraufnahme und das Allgemeinverhalten?
Es gibt so viele Fragen zu diesem Fall, ist sicher schwierig über das Internet, aber vielleicht kommen wir weiter
LG
Mag. Zauner
BineundMäuse
29.01.2007, 17:09
Hallo, vielen Dank für die Antwort.
Mittlerweile haben die Besi zusammen mit dem Tierarzt und der Chiropraktikerin festgestellt, dass es beim fressen bzw. nach dem reiten sehr schlimm ist. Die Chiropraktikerin hat dann auch etwas am Genick gemacht (zum testen) und daraufhin wurde es wieder sehr schlimm.
Daraufhin bekam er drei Tage lang ein starkes Schmerzmittel um festzustellen ob diese Probleme durch Schmerzen bedingt sind - er stand unverändert schlecht.
Aber etwas genaues konnte man nicht feststellen. Der Tierarzt ist im Moment der Meinung das es wohl eine Entzündung des Stammhirns sein könnte oder ein Tumor.
Beim reiten gab es nie irgendwelche Probleme. Allerdings tritt er seitdem dies angefangen hat hinten kurz-lang.
Eine Liquoruntersuchung wurde nicht gemacht. Er wurde regelmäßig geimpft (gegen Influenza) und entwurmt. Fieber hatte er keins, Futteraufnahme und der Harn- und Kotabsatz sind auch normal.
Vom Allgemeinverhalten ist er ruhiger geworden.
Es ist sicher schwierig über das Internet aber wir hoffen halt einfach darauf das jemand vielleicht noch eine Idee hat was das denn sein könnte.
LG
Sabine
Mag.Zauner
01.02.2007, 20:28
Hallo!
Vielleicht wäre eine Liquoruntersuchung aufschlussreich, ich hatte einmal einen sehr rätselhaften Fall, da wurde bei der Obduktion ein "Plexuscholesteatom" festgestellt.
Es lagert sich Cholesterin in der Wand der Gehirnventrikel ab, diese verengen sich dadurch und daher kann der Liquor nicht mehr normal zirkulieren.
Natürlich muss man leider auch einen Tumor in Betracht ziehen.
Allerdings glaube ich nicht, dass es sich um ein chiropraktisches Problem handelt, da das Pferd offensichtlich nicht wirklich Schmerzen hat.
Wurde eigentlich schon auf Herpes untersucht?
LG
Mag.Zauner
BineundMäuse
02.02.2007, 16:19
Hallo,
vielen lieben Dank für die Antwort. Auf Herpes wurde untersucht - negativ.
Gestern war der Tierarzt nochmal da, da es ihm wieder immer schwerer gefallen ist, etwas von Boden zu fressen und er sich auch nicht mehr wirklich bewegen wollte.
Heute früh wurde der Dicke eingeschläfert, da auch der Tierarzt sagte das es wohl keinen Sinn mehr macht.
Trotzdem nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe.
LG
Sabine
Mag.Zauner
05.02.2007, 16:07
Hallo!
Es tut mir leid, dass deinem Pferd nicht mehr geholfen werden konnte, aber es war wohl die beste Entscheidung.
Habt ihr das Pferd obduzieren lassen?
In so einem Fall wäre es für uns Tierärzte sehr hilfreich, da wir anderen Pferden eventuell weiterhelfen können.
LG
Mag. Zauner
BineundMäuse
06.02.2007, 06:02
Hallo,
wir wollten ihn obduzieren lassen und haben mit dem Tierarzt darüber gesprochen.
Dieser meinte allerdings da man nicht weiß woher die Beschwerden genau kommen (Kopf oder doch die Nerven in der Wirbelsäule) würde das teuer werden. Und wenn man nur den Kopf obduzieren würde, dann müsste dieser am Hof abgetrennt werden, bevor das tote Pferd abgeholt würde.
Die Besi hat sich dann dagegen entschieden - was ich sehr gut verstehen kann.
Schönen Tag noch und lg
Sabine Schill
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