Bushcamper
23.11.2006, 15:10
Tiergarten in Addis Abeba verkauft vergiftete Kätzchen an Tierpräparatoren
London/Addis Abeba (pte/23.11.2006/10:21) - Geht es den Menschen schlecht, leiden auch die Tiere schwer. Dieser Satz hat im Tiergarten der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu einer absichtlichen Tötung von Löwenbabys geführt, wie BBC-Online http://news.bbc.co.uk berichtet. Was verschärfend hinzukommt, ist die Tatsache, dass es sich um Nachwuchs des inzwischen sehr selten gewordenen Abessinischen Löwen (Panthera leo roosevelti) handelt. Allein im Vorjahr sollen mindestens elf Löwen vergiftet worden sein. Die Fleischration für die Löwen kostet 4.000 Dollar monatlich - und das kann sich der Zoo nicht leisten.
"Wir könnten die Löwen in den Wäldern freilassen oder auch an Regierungs-Paläste abgeben, aber die meisten werden an Tierpräparatoren abgegeben", erklärte der Zoo-Verwalter Muhedin Abdulaziz gegenüber BBC. Dafür bekäme der Zoo pro Tier 175 Dollar. Der Endverkaufspreis von den Präparatoren liege bei etwa 400 Dollar. Der Zoo, der vom ehemaligen Kaiser Haile Selassie vor 57 Jahren gegründet wurde, galt als Hort der letzten Abessinischen Löwen und damit auch als Zeichen der kaiserlichen Macht. In allen Landesteilen wurden die Raubkatzen gefangen genommen und anschließend in die Hauptstadt gebracht. Abessinische Löwen unterscheiden sich von ihren afrikanischen Artverwandten durch kleineren Wuchs, Männchen haben eine schwarze Mähne.
Nach Angaben der Zooverwaltung sei niemand mit der Lösung, Tiere zu vergiften, zufrieden. Derzeit leben im Tiergarten, der täglich von 1.000 Äthiopiern besucht wird, acht Löwenpaare und drei Jungtiere. Äthiopische Umweltschützer haben gefordert, dass in Zukunft weitere Schutzgebiete für Löwen im Land geschaffen werden sollten. Die Fauna des Ostafrikanischen Landes weist neben den abessinischen Löwen auch ein anderes inzwischen sehr selten gewordenes Raubtier auf: den Äthiopischen Wolf (Canis simensis) auch Äthiopischer Schakal genannt. Experten gehen davon aus, dass es nur noch 700 dieser seltensten Wildhundarten gibt.
Quelle: APA
London/Addis Abeba (pte/23.11.2006/10:21) - Geht es den Menschen schlecht, leiden auch die Tiere schwer. Dieser Satz hat im Tiergarten der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zu einer absichtlichen Tötung von Löwenbabys geführt, wie BBC-Online http://news.bbc.co.uk berichtet. Was verschärfend hinzukommt, ist die Tatsache, dass es sich um Nachwuchs des inzwischen sehr selten gewordenen Abessinischen Löwen (Panthera leo roosevelti) handelt. Allein im Vorjahr sollen mindestens elf Löwen vergiftet worden sein. Die Fleischration für die Löwen kostet 4.000 Dollar monatlich - und das kann sich der Zoo nicht leisten.
"Wir könnten die Löwen in den Wäldern freilassen oder auch an Regierungs-Paläste abgeben, aber die meisten werden an Tierpräparatoren abgegeben", erklärte der Zoo-Verwalter Muhedin Abdulaziz gegenüber BBC. Dafür bekäme der Zoo pro Tier 175 Dollar. Der Endverkaufspreis von den Präparatoren liege bei etwa 400 Dollar. Der Zoo, der vom ehemaligen Kaiser Haile Selassie vor 57 Jahren gegründet wurde, galt als Hort der letzten Abessinischen Löwen und damit auch als Zeichen der kaiserlichen Macht. In allen Landesteilen wurden die Raubkatzen gefangen genommen und anschließend in die Hauptstadt gebracht. Abessinische Löwen unterscheiden sich von ihren afrikanischen Artverwandten durch kleineren Wuchs, Männchen haben eine schwarze Mähne.
Nach Angaben der Zooverwaltung sei niemand mit der Lösung, Tiere zu vergiften, zufrieden. Derzeit leben im Tiergarten, der täglich von 1.000 Äthiopiern besucht wird, acht Löwenpaare und drei Jungtiere. Äthiopische Umweltschützer haben gefordert, dass in Zukunft weitere Schutzgebiete für Löwen im Land geschaffen werden sollten. Die Fauna des Ostafrikanischen Landes weist neben den abessinischen Löwen auch ein anderes inzwischen sehr selten gewordenes Raubtier auf: den Äthiopischen Wolf (Canis simensis) auch Äthiopischer Schakal genannt. Experten gehen davon aus, dass es nur noch 700 dieser seltensten Wildhundarten gibt.
Quelle: APA