Bushcamper
23.08.2006, 12:00
China: Großer Panda angesichts eines Geburtsgewichts von nur 51 Gramm zum Saugen zu schwach
Peking - Dem bisher schmächtigsten in Gefangenschaft geborenen Großen Panda geht es dank fürsorglicher Pflege seiner chinesischen Betreuer gut. Nach seiner Geburt am 7. August flößten die Mitarbeiter des Chengdu Reproduktions- und Forschungszentrums für Große Pandas in der südwestchinesischen Provinz Sichuan dem kleinen Bären 0,8 Gramm Milch ein. Sie brauchten dafür mehr als eine halbe Stunde, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. Der Panda sei angesichts eines Geburtsgewichts von nur 51 Gramm zum Saugen zu schwach gewesen.
Überlebenschance
Normalerweise wiegen die Bären bei ihrer Geburt in Gefangenschaft zwischen 80 und 190 Gramm, leichtere Tiere haben laut Xinhua kaum eine Überlebenschance. Entsprechend habe das Muttertier den kleinen Bären nach der Geburt ausgestoßen und sich ganz auf dessen Zwillingsbruder konzentriert, der drei Mal schwerer gewesen sei. Die Pfleger hätten dem Muttertier dann Milch abgezapft, um den Ausgestoßenen zu retten. Mittlerweile wiegt der zehn Tage alte Bär den Angaben zufolge stattliche 80 Gramm. Ob er es schafft, lässt sich nach Aussagen von Tierarzt Wang Chengdong aber erst sagen, wenn er sechs Monate alt ist.
Hintergrund
Im Wolong Forschungszentrum für Große Pandas ebenfalls in Sichuan kennt man solche Sorgen derzeit nicht. Dort kam am gleichen Tag der bisher schwerste in Gefangenschaft geborene Panda zur Welt. Er brachte stattliche 218 Gramm auf die Waage. Der Große Panda gehört weltweit zu den Tieren, die am meisten vom Aussterben bedroht sind. Er kommt nur in China vor und wird dort als nationaler Schatz behütet.
In Reservaten der Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi leben nach Schätzungen 1.600 der Tiere in freier Wildbahn. Die Zucht von Großen Pandas hat sich bisher als extrem schwierig erwiesen. Muttertiere haben nur einmal im Jahr 24 bis 48 Stunden einen Eisprung, was die künstliche Befruchtung erschwert. Zudem ist die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen hoch. (APA/Reuters)
Peking - Dem bisher schmächtigsten in Gefangenschaft geborenen Großen Panda geht es dank fürsorglicher Pflege seiner chinesischen Betreuer gut. Nach seiner Geburt am 7. August flößten die Mitarbeiter des Chengdu Reproduktions- und Forschungszentrums für Große Pandas in der südwestchinesischen Provinz Sichuan dem kleinen Bären 0,8 Gramm Milch ein. Sie brauchten dafür mehr als eine halbe Stunde, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag meldete. Der Panda sei angesichts eines Geburtsgewichts von nur 51 Gramm zum Saugen zu schwach gewesen.
Überlebenschance
Normalerweise wiegen die Bären bei ihrer Geburt in Gefangenschaft zwischen 80 und 190 Gramm, leichtere Tiere haben laut Xinhua kaum eine Überlebenschance. Entsprechend habe das Muttertier den kleinen Bären nach der Geburt ausgestoßen und sich ganz auf dessen Zwillingsbruder konzentriert, der drei Mal schwerer gewesen sei. Die Pfleger hätten dem Muttertier dann Milch abgezapft, um den Ausgestoßenen zu retten. Mittlerweile wiegt der zehn Tage alte Bär den Angaben zufolge stattliche 80 Gramm. Ob er es schafft, lässt sich nach Aussagen von Tierarzt Wang Chengdong aber erst sagen, wenn er sechs Monate alt ist.
Hintergrund
Im Wolong Forschungszentrum für Große Pandas ebenfalls in Sichuan kennt man solche Sorgen derzeit nicht. Dort kam am gleichen Tag der bisher schwerste in Gefangenschaft geborene Panda zur Welt. Er brachte stattliche 218 Gramm auf die Waage. Der Große Panda gehört weltweit zu den Tieren, die am meisten vom Aussterben bedroht sind. Er kommt nur in China vor und wird dort als nationaler Schatz behütet.
In Reservaten der Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi leben nach Schätzungen 1.600 der Tiere in freier Wildbahn. Die Zucht von Großen Pandas hat sich bisher als extrem schwierig erwiesen. Muttertiere haben nur einmal im Jahr 24 bis 48 Stunden einen Eisprung, was die künstliche Befruchtung erschwert. Zudem ist die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen hoch. (APA/Reuters)