Bushcamper
16.08.2006, 09:01
UNTERLAUSSA. Einen wildernden Bären vermutet die Polizei in Steyr-Land: Er soll am Wochenende ein 90 Kilo schweres Kalb gerissen haben.
Mit schweren Verletzungen hat ein Landwirt das verendete Stierkalb auf einer von ihm bewirtschafteten Alm in Unterlaussa gefunden: Ein vorerst unbekannter Täter hatte das erst wenige Wochen alte Tier gerissen und über den Stacheldraht der Weide geschleppt.
Dass es sich bei dem tierischen Wilderer um einen Bären handeln könnte, vermutet nicht nur Eva Rodlauer, die Besitzerin des getöteten Kalbes: "Sowohl das Fressbild als auch das Wegzerren des Kadavers ist charakteristisch für Bären", sagt der zuständige Bärenanwalt Walter Wagner im Gespräch mit den OÖN. Der Experte hat das verendete Tier noch am Wochenende vor Ort untersucht.
Keine konkreten Spuren
Obwohl, wie er sagt, auch Füchse an dem toten Kalb gefressen hätten, bringe nur ein Bär die Kraft auf, eine 90 Kilo schwere Beute wegzuzerren. Weitere Spuren, wie Tatzenabdrücke oder Haare, waren wegen des starken Regens nicht mehr auffindbar.
Beunruhigt zeigt sich der engagierte Anwalt angesichts des Vorfalls übrigens nicht: Schließlich sei bekannt, dass seit mehr als zwei Jahren ein Bär in dieser Gegend beheimatet ist. "Und es handelt sich dabei ganz sicher nicht um einen so genannten Problembären", verteidigt Wagner das Tier. Dass dieser "hin und wieder" ein Schaf oder Kalb reißt, sei normal. Wagner erwartet daher nicht, dass der mutmaßliche Übeltäter in nächster Zeit wieder in Aktion treten wird. Auch Menschen seien nach derzeitigem Wissensstand nicht in Gefahr.
Die Eigentümerin des verendeten Kalbes erhalte aber jedenfalls Schadenersatz, sagt Wagner: "Der Bär ist über die Oberösterreichische Jägerschaft sozusagen versichert." (chs)
Quelle: OÖN
Mit schweren Verletzungen hat ein Landwirt das verendete Stierkalb auf einer von ihm bewirtschafteten Alm in Unterlaussa gefunden: Ein vorerst unbekannter Täter hatte das erst wenige Wochen alte Tier gerissen und über den Stacheldraht der Weide geschleppt.
Dass es sich bei dem tierischen Wilderer um einen Bären handeln könnte, vermutet nicht nur Eva Rodlauer, die Besitzerin des getöteten Kalbes: "Sowohl das Fressbild als auch das Wegzerren des Kadavers ist charakteristisch für Bären", sagt der zuständige Bärenanwalt Walter Wagner im Gespräch mit den OÖN. Der Experte hat das verendete Tier noch am Wochenende vor Ort untersucht.
Keine konkreten Spuren
Obwohl, wie er sagt, auch Füchse an dem toten Kalb gefressen hätten, bringe nur ein Bär die Kraft auf, eine 90 Kilo schwere Beute wegzuzerren. Weitere Spuren, wie Tatzenabdrücke oder Haare, waren wegen des starken Regens nicht mehr auffindbar.
Beunruhigt zeigt sich der engagierte Anwalt angesichts des Vorfalls übrigens nicht: Schließlich sei bekannt, dass seit mehr als zwei Jahren ein Bär in dieser Gegend beheimatet ist. "Und es handelt sich dabei ganz sicher nicht um einen so genannten Problembären", verteidigt Wagner das Tier. Dass dieser "hin und wieder" ein Schaf oder Kalb reißt, sei normal. Wagner erwartet daher nicht, dass der mutmaßliche Übeltäter in nächster Zeit wieder in Aktion treten wird. Auch Menschen seien nach derzeitigem Wissensstand nicht in Gefahr.
Die Eigentümerin des verendeten Kalbes erhalte aber jedenfalls Schadenersatz, sagt Wagner: "Der Bär ist über die Oberösterreichische Jägerschaft sozusagen versichert." (chs)
Quelle: OÖN