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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vogelgrippe-Fall im Dresdner Zoo - Möglicherweise weitere Vögel infiziert



Bushcamper
07.08.2006, 08:59
Nach fast drei Monaten gibt es in Deutschland wieder einen Vogelgrippefall. Bei einem Schwan wurde das Virus bereits nachgewiesen. In einem zweiten Fall besteht ein dringender Verdacht.




(ap) Das Virus H5N1 wurde bei einem toten Trauerschwan aus dem Dresdner Zoo nachgewiesen, wie ein Sprecher des sächsischen Gesundheitsministeriums am Freitag mitteilte. Das Tier sei am Montag vom Zoopersonal tot in einem Teich gefunden worden. Den Nachweis hatte das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems am Donnerstag erbracht.

Beim Trauerschwan handle es sich um ein relativ junges Tier, das zum Zoobestand gehörte. «Der Schwan ist im Zoo geschlüpft und gross geworden», sagte der Sprecher. Die anderen Tiere seien gesund, würden aber beobachtet. Der Zoo sei weiterhin geöffnet, lediglich das Freifluggehege sei gesperrt worden.

Vermutlich zweiter Fall
Inzwischen ist im Zoo von Dresden ein weiterer Verdachtsfall auf Vogelgrippe bekannt geworden. Eine Reiherente aus dem Tierpark sei vom Landesveterinäramt positiv auf das H5-Virus getestet worden, bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag auf Anfrage. Das Tier stamme aus dem Zoobestand. Ob es sich um den gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 handele, müsse das Nationale Referenzlabor am Friedrich Loeffler-Institut feststellen. Der Kadaver sei bereits zu dem Labor auf die Insel Riems geschickt worden.

Rund um den Zoo wurden der vorgeschriebene Drei-Kilometer-Sperrbezirk und das Zehn-Kilometer-Beobachtungsgebiet eingerichtet. Innerhalb des Sperrbezirks dürfen Lebendgeflügel nicht gehandelt und Geflügelerzeugnisse nicht nach ausserhalb gebracht werden, Hunde und Katzen dürfen nicht frei herumlaufen.

Quelle: APA